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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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den Tee. Und da war auch der kleine Robby mit seiner grünen Beule an der Stirn wieder, an den niemand mehr gedacht hatte. Er folgte dem Diener und dem Mädchen mit einer Schale voll Würfelzucker. ,, Robby macht sich lächerlich, Mama", flüsterte Harry Clotilde ins Ohr.

Der politische Redakteur des ,, Beobachter" aber sprach Clo­tilde seine vollste Anerkennung aus. Er wollte einen großen Auf­satz über den ,, Bund der Freunde" veröffentlichen und bat sie um ein Bild für die illustrierte Beilage. Clotilde errötete. Einer ihrer ehrgeizigen Träume ging in Erfüllung.

III

,, Poet" Robby war in schweren Nöten. Morgen war sein Ge­burtstag, und er hatte seit Wochen nichts vom Vater gehört. Vielleicht hatte er die Einladung längst vergessen? Daß etwas nicht in Ordnung war mit den Eltern, wußte er. Andere Väter wohnten ja auch bei sich zu Hause, selbst wenn sie noch soviel zu tun hatten, wie Ärzte, die oft mitten in der Nacht geholt wurden, oder Bäcker, die morgens um vier Uhr aufstehen mußten. ,, Ich wette, daß Papa meinen Geburtstag vergessen hat", klagte er jeden Morgen. Zu Harrys Geburtstag war der Vater auch nicht gekommen, obwohl er es fest versprochen hatte.

,, So gehe doch zu ihm und lade ihn nochmals ein, Robby", sagte Clotilde jeden Tag. Harry war ihr Stolz, aber Robby war ihre Liebe. Sie baute fest darauf, daß es Robby gelingen werde, den Vater zu überreden, und wurde nicht müde, ihren Rat zu wiederholen.

,, Und vergiẞ ja nicht, ihm deine Geschichte mitzubringen", fügte Harry spöttisch hinzu. ,, Wenn er erst, Weihnachten eines Lokomotivführers' gelesen hat oder gar, Stolperchen', wird er sicher kommen."

Harry war schon mehr in die Welt der Erwachsenen ein­gedrungen und wußte, daß die Eltern geschieden waren, höchst einfach, weil Papa alles immer besser wissen wollte. Die Richter

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