Druckschrift 
Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
291
Einzelbild herunterladen
  

hl etwas gelitten

ragisch, daß die schen Seele auf nger Birken, den lichte Grün der men den weißen

sche Volk, den eine Erkrankung Geschichte zu nzer Völker be m Beispiel, in der In allen Fällen le des Menschen neue Rätsel auf und das deutsche

er die Rettung

phen Buchenwald war vom heiteren ahohen Buchen

and erblickte einen blau aufblitzten fleckens trippelte ren. Da aber flog Srnchen kam mit n herabgekletter

hn eine wunder d philosophischen mer nach Hause menüberströmt a

atsetzliche Nacht! verbracht. Am

ück war, war sie häufig ermutigte

19*

sofort zu ihm zu kommen, wenn sie irgend etwas bedrückte. In diesem Augenblick erschreckte sie das Schrillen des Telefons. Sie zitterte am ganzen Körper, als sie an den Apparat ging, aber Rittmeister Möhn beruhigte sie durch seinen freundlichen Ton. Es sei ein Irrtum unterlaufen, aber in einer Stunde werde er den Sanitätsrat im Auto persönlich nach Hause bringen.

Rittmeister Möhn war tatsächlich in Birkholz gewesen, aber er hatte den Sanitätsrat verfehlt, da Fahle den Weg durch den Wald einschlug.

Nun war Marion außer sich vor Freude. ,, Wo warst du, Papa, was haben sie mit dir gemacht?" forschte sie unter Tränen.

,, Es war nicht so schlimm", sagte Fahle und lächelte ,,, es ging mir gar nicht schlecht. Ein Irrtum, der sich bald aufklärte, war unterlaufen, weißt du? Später werde ich euch alles erzählen. Ich habe einen herrlichen Spaziergang durch den Buchenwald ge­macht, jetzt aber bin ich außerordentlich hungrig."

Fahle kletterte mühselig in seine Bibliothek hinauf.

Als aber Marion kam, um ihn zu Tisch zu bitten, saß er auf einem Sofa in der Bibliothek und weinte. Ganz plötzlich hatte ihn ein Weinkrampf befallen.

,, Setze dich zu mir, Marion", flüsterte er geheimnisvoll, wäh­rend er still weinte, aber sei vorsichtig und sage niemand weiter, was ich dir nun sagen werde. Es ist unsagbar tragisch, das deutsche Volk geht zugrunde. Es ist in die Hände von Ver­brechern gefallen! Aber still, Marion, hörst du?"

29 I