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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
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ich diesen Busen hätte, würde ich sofort Selbstmord begehen. Über eine Frau mit großen Füßen äußerte sie: ich würde mir eher die Zehen mit dem Beil abschlagen, bevor ich so herum­liefe.

,, Nun, lebe wohl, Charlotte", sagte Fabian und hob sein Glas. Sie war jetzt drei Tage fort, und man konnte nicht behaupten, daß Fabian sich sonderlich grämte.

Eine Frage aber beschäftigte ihn häufig. Weshalb hatte der Gauleiter Charlotte so plötzlich nach Wien bringen lassen? Einen Anlaß dazu mußte er doch wohl gehabt haben. Er ver­mochte aber nie hinter dieses Geheimnis zu kommen, so sehr er sich auch Mühe gab. Wahrscheinlich war es nichts als eine Laune von ihm, dachte er.

Doch plötzlich beunruhigte ihn die Frage aufs neue. Das ge­schah, als ihn der Gauleiter nach einigen Wochen ohne jede weitere Erklärung nach Einstetten beorderte. Vielleicht wird er mir Vorwürfe machen, dachte er, daß ich mich mit Charlotte soviel vor aller Welt zeigte? Es war ihm etwas unbehaglich

zumute.

Doch Rumpf dachte nicht im entferntesten daran, er er­wähnte Charlotte überhaupt mit keinem Wort. In der ,, Burg " sagte man ihm, daß der Gauleiter ihn im Billardzimmer er­warte. Er war jedoch äußerst überrascht, Rumpf, der ihn in Hemdärmeln und mit dem Queue in der Hand begrüßte, nicht allein zu finden. Eine schwarzhaarige junge Dame mit sonnen­gebräunten Wangen lehnte am Billard.

,, Die Dame behauptet, Sie zu kennen", sagte Rumpf in bester Laune.

Fabian machte der jungen Dame eine Verbeugung, und in diesem Augenblick drehte sie sich um. Es war Marion! Man durfte sich in dieser Welt wahrhaftig über nichts mehr wundern! Einmal traf man bei dem Gauleiter die schönste Frau Oster­reichs, einmal eine gute Bekannte, die Jüdin war.

,, Marion?" rief Fabian freudig überrascht aus. Rumpf lachte laut auf. Derartige Überraschungen waren nach seinem Geschmack.

Ja, ich bin es in der Tat", begrüßte Marion Fabian und

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