- heutigen
Glas Sekt
zur Neige
bt werden and! Denn ß man sie ngslos. Da zeliebt und geliebt und Kunst. Ich erherrlicht,
h, ohne zu
Glas oder e im Laufe
Ot zu wer
e unglück
ung auf sie Schein der
er, und er e Schläfen
chönheiten. ner blassen
daß der ie erschien
fast ohne
ersteht die ig, oft gutherzlos! Er setze dich, me meinet
zeitig fertig , daß eine
ert ist, ver
steht die Frauen nicht. Kein Wiener würde eine solch absurde Forderung stellen."
Sie blieb stehen und runzelte flüchtig die Stirne. ,, Zur Zeit kommt häufig eine andere zu ihm", fuhr sie fort. ,, Es ist eine junge Dame, die Jüdin sein soll. Er nimmt bei ihr hebräischen Unterricht."
,, Hebräischen Unterricht?" unterbrach sie Fabian.
,, Ja, hebräischen Unterricht. Er sagt, es ist Zeit, daß wir endlich die Sprache der Juden erlernen. Ich glaube, er ist verschossen in sie, doch das bleibt unter uns. Einmal stellte er sie mir vor, sie sieht aus wie eine hübsche Italienerin. Ich weiß nicht, ob er mich eifersüchtig auf sie machen wollte? Aber er wußte ja nicht, daß ich kein Talent zur Eifersucht habe, dazu bin ich zu schön!" fügte sie hinzu und lachte laut und hell.
Dann bat sie Fabian, ihr noch ein Glas Sekt einzugießen und sich selbst nicht zu vergessen.
,, Alexander war nicht hübsch", begann sie von neuem ,,, ganz im Gegenteil, er war häßlich. Das war sein einziger Fehler. Aber hören Sie, sind die Männer nicht im allgemeinen häßlich? Ja, haha, was für garstige Knirpse seid ihr Männer doch!" rief sie aus. ,, Zumeist seid ihr häßlich und kraftlos. Manche sehen mit ihrem Schnauzbart aus wie Seehunde, besonders in Öster reich gibt es davon viele. Der Kaiser Franz Joseph war auch so ein alter Seehund. Viele sehen aus wie melancholische alte Affen, das sind oft sehr kluge Männer, manche erinnern an Vögel mit mächtigen Adlernasen und großen Augen." Charlotte konnte nicht ausgelassen und belustigt genug lachen. Dann blieb sie stehen, den Blick nachdenklich auf den Boden geheftet und fuhr in ernstem Tone fort:„ Ja, auch Alexander war kein schöner Mann, er war sogar häßlich, aber er war ein guter Mensch, und er war der einzige Mann, der mich zu lieben verstand. Er wollte mich auch heiraten, sobald seine kranke Mutter gestorben war. Ach, und nun ist alles anders gekommen!" Charlotte ließ sich in einen Sessel fallen und schwieg. Fabian sah, daß ihre Züge sich veränderten und an ihren Wimpern plötzlich große Tränen hingen. ,, Ich habe Alexander großes Unrecht zugefügt, ganz schreckliches Unrecht!" sagte sie. ,, Ich
261


