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dem Rücken zurückgelegt und strebten nun erschöpft, mit verglasten Augen, durch die Wilhelmstraße zum Rathausplatz, wo Taubenhaus sie schon mit einem schweren Silberhumpen er
wartete.
Nun aber zog eine lärmende Kapelle mit Blechinstrumenten einher, die einen frischen Marsch schmetterte. Ihr folgten drei Züge in braunen Uniformen und die stampfenden Stiefel erfüllten die Wilhelmstraße mit Getöse und Lärm. Den letzten Zug mit den kräftigsten, stämmigsten Burschen führte ein untersetzter Mann, dessen abstehende krebsrote Ohren von weitem schon auffielen. Das war Sturmführer Habicht und sein Sturm machte den verwegensten Eindruck. Wenn diese Leute losschlugen, du mein lieber Himmel! Über den Kolonnen schwankten Hakenkreuzfahnen, die Leute machten Front wie es befohlen war, sie nahmen den Hut ab und streckten den Arm zum Gruß in die Höhe.
Nun rasselten die Trommeln und die Züge begannen zu grölen und mit rauhen Stimmen zu singen. Ihr Gesang verklang in der Ferne.
Die Kolonnen marschierten zum Exerzierplatz, wohin der Gauleiter sie befohlen hatte. Alle Welt marschierte dorthin, Züge von Arbeitern der Werke von Schellhammer, Arbeiter und Arbeiterinnen der Webereien, der Waggonfabriken, der Kesselschmieden und Warenhäuser, der Büros, alle, alle.
Man hatte ihnen befohlen, die Rede des Gauleiters anzuhören, und sie gehorchten, um ihre Verbundenheit mit der Partei auszudrücken. Wer da glaubte, auskneifen zu können, täuschte sich, es wurden genaue Listen geführt, beim Abmarsch und beim Heimmarsch. Außerdem gab es Scharen von Spitzeln und Aufpassern. Niemand konnte wissen, ob der Mitarbeiter an der Drehbank nicht ein Spitzel war oder auch die hübsche Kassiererin im Warenhaus?
Fabian hatte sorgfältig Toilette gemacht. Zum erstenmal nahm er als Offizier der Partei an einer offiziellen Feier teil. Die neue Mütze des Obersturmführers sah mit ihrem hellroten steifen Rand nach etwas Besonderem aus und kleidete ihn vorzüglich. Seine alten Stiefel, die so herrlich knarrten, waren ihm zu klobig
16 Totentanz
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