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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
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bieter und die Knechte Sklaven, heute nenne man sie Chef oder Direktor und die Sklaven Angestellte oder Mitarbeiter, um ihnen zu schmeicheln. Man nenne sie sogar Genossen, wie man sie in der Französischen Revolution ,, bourgeois" genannt hatte, weil man höflich sein wollte. Im Grunde genommen sei es immer das gleiche. Seit die Welt stehe, habe eine ganz dünne Schicht von ig die dré Herren die Sklaven beherrscht.

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,, Gehen Sie doch in das sogenannte freieste Land der Welt, Fräulein Fahle, und sehen Sie sich die Sache dort näher an. Der Chef, der nicht zufrieden ist, sagt dem Angestellten mit der Weise, als größten Höflichkeit, ab Ersten brauche ich Ihre Dienste nicht mehr, und der Angestellte wird dasselbe hundertmal hören, bis er begriffen hat, was die Chefs wollen. Und wenn er es nicht begreift, so wird er ganz einfach krepieren. Vielleicht sogar in einem eleganten Krankenhaus, das die Stadt mit den Groschen der Sklaven gegründet hat, hahaha!"

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Der Gauleiter lachte laut und voller Hohn. Da ihn das Ge­spräch auf sein Spezialgebiet geführt hatte, erzählte er eine lig schwan Menge Einzelheiten über die sozialen Verhältnisse Amerikas .

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,, Sie werden da drüben früher den Bolschewismus haben als sie ahnen", prophezeite er und verfiel, um Eindruck auf Marion zu machen, in die englische Sprache. Eine Weile unterhielten sie sich englisch, bis ihm auffiel, daß Marion ebenfalls englisch sprach. ,, Aber Sie sprechen ja sehr gut englisch !" rief er aus.

Marion lachte. ,, Ich gebe ja englischen Unterricht in der Schule", sagte sie.

,, Sie geben auch Sprachunterricht?"

» Ja, ich unterrichte in englisch , französisch und italienisch." ,, Sie sprechen auch italienisch?" fragte der Gauleiter voller

Interesse.

" Ja, auch italienisch." Und Marion erklärte ihm, daß sie als Kind von Bonnen erzogen wurde, mit denen sie nur englisch, französisch und italienisch sprach.

,, Warten Sie einen Augenblick", sagte Rumpf und bat Marion, cine Zigarette zu nehmen. ,, Einen Augenblick, bitte", fuhr er nachdenklich fort. ,, Ich hatte soeben eine wundervolle Idee!" Seit gestern zerbrach er sich den Kopf, auf welche Weise es

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