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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
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sprossen bedeckte Hand entgegen. ,, Sie wollten, Herr Regierungs­rat?" schrie er und seine Stimme klang schrill vor Erregung. ,, Und ich kann reisen, morgen kann ich abfahren?"

Fabian lächelte und trat zurück, da er eine plötzliche Um­armung des Rothaarigen fürchtete. ,, Es wird wohl einige Tage dauern, rufen Sie täglich bei mir an", sagte er. Ich muß erst darüber nachdenken, ob sich nicht noch ein besserer Weg finden läßt. Sie versprechen mir aber, Ihrem Vater die neue Lage dar­zustellen und mir sobald wie möglich telegrafisch die Antwort Ihres Vaters zu übersenden, damit ich meinem Klienten Be­scheid geben kann?" fügte er in geschäftlichem Tone hinzu.

,, Ich verspreche, ich verspreche, ich verspreche!" rief Isidor. Isidors Hände waren naß von Schweiß, als sie sich ver­abschiedeten.

Fabian begab sich zu seinem Auto, das an der Straßenecke wartete. Er war zufrieden mit der geschäftlichen Aussprache. Vielleicht behält Clotilde doch unrecht? dachte er, während er sich mit dem Taschentuch die Hände trocken rieb. Dieser Isidor, bei Gott, weshalb schwitzte er nur so?

In drei Tagen hatte Fabian die Paßangelegenheit in Ordnung gebracht. Er begab sich zum General, der das Generalkommando unter sich hatte und trug ihm den Fall vor. Es handle sich um ein Grundstück, das für den neuen Bahnhofsplatz von eminenter Bedeutung sei, sagte er. Der alte General, den er vom ,, Stern" her kannte, erklärte, es sei das beste, Isidor Löb ordnungsgemäß von einem Militärarzt mustern zu lassen. Sei er untauglich, wie es den Anschein habe, so wolle er ihn einfach laufen lassen, zu­dem er auf Juden überhaupt nicht den geringsten Wert lege. Eine. Woche später reiste Isidor Löb nach der Schweiz . Nach wenigen Tagen erhielt Fabian telegrafisch die Nachricht, daß der Vater den Preis von achtzigtausend Mark akzeptiert habe und der Verkauf in dem Augenblick rechtsgültig sei, da das Geld bei einer bestimmten Bank in Zürich einträfe.

Der junge Isidor Löb kam nicht zurück. Er schien keinerlei Neigung dazu zu haben, und niemand kümmerte sich darum. Das Generalkommando hatte nicht einen besonderen Beamten dazu angestellt, auf die Person Isidor Löbs zu achten.

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