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Oh, es ist die Geschichte von den Schlachthäusern in Chikago, die ich schon kenne, dachte Graf Dosse. Er erzählt sie immer wieder.
Rumpf schilderte ausführlich, wie sie damals zweihundert Schweine am Tage geschlachtet hatten. Da war also ein großes Rad und die Schweine hingen mit dem Kopf nach unten an einem Haken des Rades und kamen aus der Höhe herunter, ein Schnitt durch die Kehle und das Blut schoẞ heraus.
Die Damen schrien auf.
,, Aber ich bitte Sie, meine Damen, die Schweine waren vorschriftsmäßig betäubt, nach allen Regeln der Kunst."
Das Blut wurde nun, was ja selbstverständlich ist, ordnungsgemäß aufgefangen, schon klingelte wieder die Glocke, das Schwein versank durch den Fußboden in die Brühanstalt. Und schon kam ein neues Schwein von oben, quiekte und zappelte an seinem Haken, ein Schnitt durch die Kehle, wieder spritzte ein Strahl von Blut heraus. Die weißen Mäntel, die man trug, waren zuletzt vom Blut völlig durchtränkt. Und schon wieder klingelte die Glocke und ein neues Schwein kam von oben herab. Ja, damals war er jung und liebte es, viel Geld zu verdienen.
Die Damen starrten ihn mit Grauen in den Augen an und waren ganz still geworden.
,, Natürlich, starke Nerven mußte man haben", rief er aus, ,, Nerven aus Stahl. Die Amerikaner haben alle solch stählerne Nerven, wenn sie nicht in frühen Jahren sterben. Sie sind ein starkes Geschlecht, wie wir es hier in Deutschland erziehen müssen, ein Geschlecht mit Drahtseilen als Nerven. Wie lange, fragen Sie? Nun, ein halbes Jahr habe ich es in den Schlächtereien von Chikago ausgehalten, dann war auch ich fertig. Aber Sie trinken ja gar nicht, meine Herrschaften? Auch beim Zuhören muß man trinken können."
Wieder erklangen die Gläser und die Kellner liefen hin und her. Der Gauleiter trank nur seinen Rotwein, zuweilen einen Likör dazwischen. Sein Gesicht war kaum eine Spur gerötet, nur die Kopfhaut schimmerte rosig durch sein kurzgehaltenes Haar. Sein rostroter Scheitel aber war noch tadellos wie am Morgen.
Gleich darauf erzählte er wieder eine Geschichte aus seinem
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