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Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
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gebracht, die den Umbau und die Verbesserungen im bischöf­lichen Palais überwachten.

Auch die ,, Burg " von Einstetten wurde für einen längeren Aufenthalt eingerichtet.

Nachdem Rumpf das, Wirtshaus zum Karpfen" angekauft hatte, blieb in Einstetten einige Monate lang alles ganz ruhig. Das bescheidene Gasthaus mit seinem hohen, altmodischen Dach lag verwahrlost am Wege, die Fenster schwarz und ohne Gar­dinen, einige zerbrochen. Es sah jämmerlich aus. Dann kamen plötzlich Gärtner, die den Wirtschaftsgarten in einen hübschen Rasenplatz umwandelten. Der Hahn blieb stehen, er wurde nur zurechtgestutzt, gleichsam geschoren, der Igel weggeschlagen, dafür aber wurde die struppige Kugel in einen Igel verwandelt. Dann kamen Maurer und Handwerker aus der Stadt, das alte Wirtshausschild wurde neu gestrichen, ein hohes Eisengitter trennte das Grundstück vom Wege, und die Zeitungen schrieben: ,, Pietätvoller Sohn, der im Ausland Geld verdiente, erwirbt das Gasthaus seines Vaters, in dem er aufwuchs, und läßt es wieder in alter Ehrwürdigkeit erstehen."

Im folgenden Frühjahr aber erschien plötzlich ein ganzer Schwarm von Maurern und Zimmerleuten, die bis zum Sommer ein massives Wohnhaus und ausgedehnte Wirtschaftsgebäude im Rohbau errichteten, dazu drei kleinere Villen für alle mög­lichen Zwecke.

Aus der Jagdhütte, die der Gauleiter aus dem, Wirtshaus zum Karpfen" schaffen wollte, war nichts geworden. Mit der Roman­tik und dem Idyll war es ein für allemal vorbei. Er hatte völlig vergessen, daß er in erster Linie ein Diener des Staates geworden war, dem Sekretäre und Adjutanten, Dienerschaften und Wacht­mannschaften nicht mehr die Zeit ließen ,,, am rauchenden Herd ein Jagdfrühstück" zu bereiten.

Schluß mit all dem törichten Firlefanz!

Im nächsten Frühjahr kam Rumpf mit einer Schar von Gästen selbst an, begleitet von einem Zug von Automobilen, Dienern und einem Troß von Wachtmannschaften. Ein heiteres Leben begann.

Das alte kleine Wirtshaus lag abseits am Wege und diente

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