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an Ihre armen Kapuziner gedacht. Sie staunen? Eine völlig neue Vorstadt soll gegründet werden, auf dem Wege nach Amselwies. Es wird die modernste Gartenstadt Deutschlands werden, eine Stadt von zehntausend Einwohnern. Die Pläne liegen bereits im großen und ganzen vor. In Kürze werden sich die Kapuziner ihre neuen Wohnungen auswählen können."
Krieg erhob sich. Nun hat es auch ihn gepackt, dachte er und verabschiedete sich in gedrückter Stimmung.
Die Spitzhacken begannen in der Kapuzinergasse zu wüten, Autos, mit Schutt beladen, fuhren durch die Stadt. Die alte Kapuzinergasse verwandelte sich in einen Trümmerhaufen. Und die Leute der Kapuzinergasse selbst, die ,, Kapuziner", Ärzte, Anwälte, Händler, Beamte, Rentner, wohin kamen sie? Sie verschwanden, ohne ein Wort zu sprechen, und man wußte nicht wohin. Das städtische Museum sicherte sich einige alte Schlösser und Türklinken.
Fabian war in kurzer Zeit eine Macht in der Stadt geworden, aber es muß gesagt werden, daß er seinen großen Einfluß auch für seine Freunde geltend machte, wo es nötig war. So vergaß er auch nicht den verehrten Sanitätsrat Fahle in Amselwies.
Er hatte in letzter Zeit häufig mit Professor Sandkuhl, dem Direktor des Städtischen Krankenhauses, zu sprechen, da eine Verlegung der Anstalt außerhalb der Stadt geplant war. Dabei lenkte er gelegentlich das Gespräch auf den verdienten Schöpfer des Röntgeninstituts und brachte die Wünsche Fahles vor. Es handle sich, wie er verraten könne, um eine epochemachende neue Erfindung des weltbekannten Gelehrten.
Professor Sandkuhl war nur schwer für die Wünsche Fahles zu gewinnen. ,, Fahle wird mir die unersetzlichen Apparate zerstören", sträubte er sich. ,, Als Jude ist er von angeborenem Haẞ erfüllt. Lesen Sie bitte mein Buch. Die Bibel berichtet in hundert Fällen von Heimtücke und Betrug. Ist nicht die Mentalität Judiths Beweis genug?"
Sandkuhl hatte kürzlich ein Buch über die ,, Psychologie der Juden" veröffentlicht, das von blindem Haß diktiert war. Fabian bot seine ganze Überredungskunst auf, und endlich fand sich Sandkuhl bereit, eine Ausnahme zu machen. Er erklärte:
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