leben, von heute auf morgen zum Direktor der Kunstschule” gemacht, nur weil er so gut Billard spielt?“
Und er erzählte von diesem Maler Sanftleben, der früher ein Hungerleben führte und nichts als Schulden hatte, Schulden, nichts als Schulden, und heute fahre er mit einem Mercedes . Der Gauleiter werde übrigens bald in diese Stadt übersiedeln und im bischöflichen Palais Wohnung nehmen. Ein Offizier habe es ihm erzählt. Dann hoffe er, daß der Gauleiter auch einmal an die Bezahlung seiner Rechnung denken werde. Er sei ja schließlich nur ein einfacher Hotelier! Auf einhundertsechzigtausend Mark sei die Rechnung jetzt angewachsen, auf einhundertsechzig- tausend Mark.
„Verlieren Sie nicht den Mut, Roßmeier“, tröstete Fabian den Hotelier.„Das wird sich alles zehnfach rentieren.“
„Hoffen wir es, hoffen wir es“, nickte Roßmeier.„Ich kredi- tiere natürlich gerne, es ist mir ein Vergnügen und eine Ehre“, sagte er, indem er die Treppe hinabstieg.„Ich weiß ja auch, für wen ich es tue und welcher großen Sache ich diene. Wer könnte das vergessen? Nochmals meinen Glückwunsch!“
Stimmengewirr verschlang seine Worte.
Fabian legte sich schlafen. Er war befriedigt, heute abend den
Gauleiter kennengelernt zu haben, der ihm als ein jovialer,
schlichter und gutmütiger Mann erschien,
Einige Abende blieb er im Hotel und hielt sich bereit, denn%
der Gauleiter hatte ihn mit den Worten entlassen, daß er ihn bitte, sich zur Verfügung zu halten in den nächsten Tagen.
Eines Morgens aber, zu sehr früher Stunde, sagte ihm das Zimmermädchen, der Herr Gauleiter reise soeben ab. Er trat_
rasch auf seinen Balkon hinaus und war erstaunt über die große Menge Menschen, die sich auf der Straße angesammelt hatte. Die silbergrauen Automobile waren soeben\aufgefahren und wurden von einer Schar von Neugierigen umdrängt. Der Stab des Gauleiters erschien und zuletzt Rumpf selbst, begleitet von Vogelsberger. Hinter ihnen kam Roßmeier, und seine höckrige Glatze glänzte, beleuchtet von einem Strahl der Morgensonne. Die Leute winkten und schrien begeistert: Heil, heil! Der Gau- leiter nahm Platz. In diesem Augenblick drängte sich eine arm-
%
sel au die Me zum\ sehalte „Ali!
Eini und di Wager
Die stiegen
Die mit d aufhö die H


