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Ein perlendes Finale, irgendein bestrickendes Mozartfinale, drang aus dem Treppenhaus herauf, gefolgt von begeistertem Beifalls- klatschen.„Sie können sich unterwegs in Ordnung bringen. Schnell, er ist wütend, daß ich Sie nicht sofort mitbrachte. So geht es immer bei uns.“
Fabian hatte, noch mit dem Zuknöpfen der Uniform be- schäftigt, kaum die Zeit, einen Blick in den Spiegel zu werfen, als ihn Vogelsberger durch einen Saal voller Gäste schob, die sich um den Pianisten im Frack drängten. Man beachtete sie nicht. Dann stieß Vogelsberger eine Türe auf, die in ein stilles Zimmer führte, wo einige Tische mit Kartenspielern besetzt waren. Im Vorbeigehen erkannte Fabian auch Taubenhaus, der mit steifem, fahlem Gesicht mitten unter Spielern saß, eingehüllt in eine Rauchwolke. Ein eleganter pechschwarzer Adjutant von untersetztem Wuchs, der neben einem Spieltisch saß und kie- bitzte, deutete auf eine Türe, und augenblicklich ließ Vogels- berger Fabians Arm los. Er eilte zur Türe und klopfte behutsam an. Dann klinkte er die Türe auf und winkte Fabian heran.
„Doktor Fabian!“ rief er ins Zimmer und bedeutete Fabian voranzugehen.
Fabian holte Atem und trat ein. Noch auf der Schwelle machte er eine tiefe Verbeugung.
IX
Fabian war höchst erstaunt, sich im Billardzimmer des„Stern“ zu befinden. Der Gauleiter stand in Hemdärmeln gegen das Billard gelehnt, eine Zigarre im Mundwinkel, und versah sein Queue mit der Sorgfalt eines erfahrenen Spielers mit Kreide. Er heftete seine dunkelblauen Augen regungslos auf Fabian und erwiderte seine Verbeugung mit einem kurzen Kopfnicken.
„Direktor Sanftleben, der heute erkrankt ist“, begann er mit lauter Stimme,„hat mir erzählt, daß Sie ein ausgezeichneter Spieler sind. Deshalb ließ ich Sie bitten, herunterzukommen.“
„Es ist für mich eine hohe Ehre“, erwiderte Fabian, unsicher geworden unter dem Blick der blauen Augen, und klappte mit
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