Druckschrift 
Totentanz / Bernhard Kellermann
Entstehung
Seite
121
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Von ihrer kürzlichen Plauderstunde im ,, Residenzcafé" wurde mit keiner Silbe mehr gesprochen, weder von Christas Schilde­rung der Christmesse in Palma de Mallorca , die Fabian bis heute nicht vergessen hatte, noch von seinem Rosengruß. Oft über­kam ihn das Verlangen, wieder einmal einige Stunden mit ihr zu plaudern, aber er fühlte sich in diesen Tagen zu rastlos dazu.

Einmal schüttelte Christa den Kopf, während sie ihn prüfend betrachtete und sagte: ,, Sie scheinen mir reichlich nervös zu sein in letzter Zeit, mein Freund?"

Fabian lachte. ,, Ich weiß es", entgegnete er. ,, Die letzten Tage waren etwas anstrengend für mich. Aber ich bekomme jetzt bald eine tüchtige Arbeitskraft für mein Büro, die mich ent­lasten wird. Dann wird es wieder besser werden."

,, Hoffentlich kommt die Hilfskraft bald!" sagte Christa lächelnd.

Der warme Ton ihrer Stimme erfreute sein Herz.

Nichts von Bedeutung? Nein, nichts von Bedeutung, nur un­wichtige Kleinigkeiten.

Er fand sogar die Muße, nach Amselwies hinauszufahren, um mit Sanitätsrat Fahle eine Stunde lang zu plaudern. ,, Es bahnen sich neue Verbindungen an", sagte er, bemüht, den alten Mann zu trösten, aber er errötete und brach ab, da er in Fahle keine irrigen Hoffnungen erwecken wollte. ,, Ich bin neuerdings mit Taubenhaus in engere Beziehungen getreten", fuhr er fort ,,, und hoffe, auf diesem Weg Ihre Sache fördern zu können. Geduld und Mut, das ist alles, worum ich Sie bitte."

Es war wirklich, um nervös zu werden. Vielleicht hatte er sich volle zwei Wochen ganz vergebens bemüht, die ,, Stadt mit den goldenen Türmen" aufzubauen?

Auch Wolfgang ließ nichts mehr von sich hören. Wenn man ihn anrief, war er am Telefon kurz angebunden und fast schroff. Ich plage mich mit diesem verfluchten Kettensprenger! schrie er in den Apparat und hängte ab. Endlich gelang es Fabian, ihn zu einem Karpfenessen in die ,, Kugel" einzuladen. Aber er war am ganzen Abend wortkarg und schlechter Laune, trotzdem der Karpfen vorzüglich war.

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