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Kette der Tage : Gedichte aus Dachau / Kupfer-Koberwitz
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1} DER MARTERPFAHL

Baum nennen sie jenen Marterpfahl, 7 dran hilflos das Opfer hängt,

die Arme hinten, zu größrer Qual, hängt er so herab vom Marterpfahl, Kopf und die Stirne gesenkt.- 3

Des Körpers schweres, ganzes Gewicht

zerrt an dem verrenkten Arm, 5 Schweiß rinnt herab, bedeckt das Gesicht der SS-Mann grinst dazu und spricht:

Na, Hund, wirds dir endlich warm?--

Der Schweiß rinnt in Strömen, rinnt und rinnt; es schmerzt, daß viele laut schrein,

wie Tiere, die am Verenden sind-

die Schmerzen machen sie toll und blind,

sie können nur stöhnend schrein.

Und die Folter dauert in Ewigkeit;-

F der SS-Mann raucht vergnügt.-

\ 5 Wer ermißt diese lange Spanne Zeit?- Eine Stunde- zwei Stunden- Ewigkeit es scheint, daß das Zifferblatt lügt.

a a re

Wenn einem die Sinne geschwunden sind, sein Kopf auf die Brust ihm bricht,

sieht es der SS-Mann, stürzt hin geschwind, schlägt ihm die Faust ins Gesicht-