dortige Kriegsindustrie soviel wie irgend möglich zu unterminieren. M. meinte sogar, im Auftrag der Engländer. Bei dieser Arbeit wurde er verhaftet. In der Nähe von Ulm , vor zwei Monaten.
Abends
Drost sagte zu mir, er fürchte, daß es mit Gijs heute nacht zu Ende gehen würde und daß es gut wäre, Piet Maliepaard zu holen, nach dem Gijs gefragt hat.
Piet mit Hilfe von Sepp ins Revier bekommen. Als wir eintrafen ich brauchte eine gute Stunde, um ihn zu finden war gerade Großalarm und die Flak schoẞ unaufhörlich, so daß wir einander kaum verstehen konnten.
Gijs hat am Nachmittag ein unteres Bett bekommen, da sich sein Befinden rapide verschlechterte. Drost wußte nicht mehr genau, wo er nun lag.
Es war stockdunkel und Sepp mußte mit seiner Taschenlampe alle Betten ableuchten.
In Jacquemottes Bett lag ein anderer. Ich werde mich morgen nach ihm erkundigen, aber fürchte, daß er bereits gestor
ben ist.
Endlich fanden wir Gijs, der uns anfangs nicht erkannte. Er ist in den letzten Tagen so abgemagert, daß sein künstliches Gebiß nicht mehr paßt. Er bewegte es dauernd hin und her, was ein recht unheimliches Geräusch verursachte.
Drost fürchtete, Gijs könne es verschlucken und riet ihm daher, es aus dem Munde zu nehmen, doch davon wollte Gijs absolut nichts wissen. Er widersetzte und wehrte sich dagegen wie ein kleines, eigensinniges Kind, so daß wir es schließlich aufgaben und nur dem Pfleger noch ans Herz legten, ganz besonders auf ihn zu achten.
Durch den Lärm der Flak und da Gijs auch sehr leise sprach, konnten wir kaum etwas verstehen. Als es dann draußen einen Augenblick etwas ruhiger wurde und wir ihn nach seinem Befinden fragten, antwortete er nur: ,, Ich möchte den Sprung noch so gern mitmachen, Jungens."
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