gen, die sich auf dem Brett neben seinem Bett türmten, zusammen mit den Büchern des Left- Book- Club, die er besonders bewunderte.
11. August
In Baracke 13 wieder lange mit deutschen Freunden über Vati Eekman gesprochen, über Mucke und die Kinder und auch über viele Freunde, von denen wir nicht wissen, was aus ihnen geworden ist, nicht wo und nicht, ob sie noch am Leben sind.
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Wir erinnerten uns an die vielen schönen Stunden, die wir in der Avenue Plasky verlebt haben, besonders an die Weihnachtsfeiertage 1938, als wir zusammen mit ungefähr siebzig anderen Freunden um Eekmans Tisch saßen: spanische Republikaner, deutsche Antifaschisten, Belgier und Holländer. Und wieder höre ich die Worte, die Vati damals als ,, Weih nachtsmann " verkleidet zu uns sprach, Worte eines felsenfesten Glaubens an den Sieg unserer Ideale und voller Sympathie und herzlicher Zuneigung für alle, die seine Gastfreundschaft genossen.
Dann kam das Gespräch auf Eekmans Grammophonplatten: Dreigroschenoper und Claire Waldoff, Ernst Busch und Paul Robeson, auf die chinesischen und tibetanischen, die indischen und türkischen, die Negerplatten und die vielen anderen. Eine Sammlung, nicht aus Snobismus oder einer Laune entstanden, sondern ein Beweis für sein tiefes Bedürfnis, noch mehr, noch andere Länder kennenzulernen und seine große Menschenliebe wirklich auf alle Völker auszudehnen.
Ich glaube, daß er sich trotz allem manchmal nach Einsamkeit gesehnt hat, doch er lieh diesen Wünschen kein Gehör, weil er sich verpflichtet fühlte, an seinem Platz auszuharren. Aber seine Gedanken gingen oft zurück in jene Zeit des Alleinseins- viel früher in Indien ...
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Auch an jenen anderen Abend dachten wir, an dem er seine große Liebe zu Flandern betont hatte, und im Zusammenhang damit auch seine Bewunderung für René de Clercq- und
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