heit, die ihm vorschwebte, war auch eine ganz andere als die, für die wir kämpfen.
Von dem revolutionären Faktor unseres achtzigjährigen Krieges, vom Protestantismus , wollte er ebensowenig etwas wissen, wie von Alba. Er kämpfte gegen Philipp auch keineswegs obwohl es uns in der Schule gelehrt wurde
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an der
Spitze der holländischen Bürgerschaft. Er gehörte dem Adel an, dessen Interessen nicht dieselben waren wie die der Bürger. Obwohl er oft deren Partei gegen die Spanier ergriff, bildete er doch auch häufig gerade weil er zum Adel gehörte eine Front mit den Spaniern gegen die niederländischen Städte. Er wäre sicherlich gern unabhängig von Philipp gewesen, doch immer noch lieber glaube ich- Edelmann von Philipps Gnaden, als Bürger einer Republik der Niederlande. Er ist übrigens niemals Protestant geworden, sondern Katholik geblieben, und der Bruch mit Spanien ist auch bestimmt nicht von ihm ausgegangen. Egmonts Haltung war wankelmütig, mußte es sein, weil er im Grunde Philipp näherstand als dem Volke.
Nach dem Bildersturm, mit dem der wirkliche Aufstand begann, eilte er in seiner Eigenschaft als Statthalter sofort in seinen ,, Gau ", um ,, Ruhe" und ,, Ordnung" wiederherzustellen, ließ viele Führer der Widerstandsbewegung hinrichten und versuchte, die Protestanten zu ,, beruhigen". In Philipps Interesse!
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Aber auch Philipp wollte von seinen Mitläufern- genau wie jetzt der Faschismus nicht nur einen kleinen Finger, sondern die ganze Hand. Weil er den Protestanten einige, kleinere Zugeständnisse gemacht hatte, beschuldigte man Egmont also einfach des Hochverrats! Ein Verfahren, das auch in den letzten Jahren wiederholt mit Erfolg angewandt worden ist! Und genau wie jetzt dergleichen Herren gegenüber dergleichen Herrschaften, erwiesen sich damals auch Philipp und Alba als ,, vergeßlich und undankbar".
Auch Egmont glaubte, ihm könne nichts passieren, aber er wurde trotzdem gefangengenommen und trotzdem hingerichtet! Genau wie heute so viele, die Hitler in den Sattel gehol
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