Menschen gefunden. In der ersten Zeit der Massenhinrichtungen reichten die Öfen zum Verbrennen der Leichen nicht aus. In Mauthausen wurden folgende Liquidationsmethoden angewandt:
1. Verhungern.
2. Vergasung.( Die Gaskammer konnte 50 Menschen aufnehmen.) 3. Erschießen.
4. Nackt aus einem heißen Bade in die Kälte gejagt werden, wobei viele an Herzschlag starben. Die Leichen wurden mit Benzin übergossen, damit sie besser brannten.
WIESENHOF
In diesem Frauen- Konzentrationslager waren die Appelle das am meisten gefürchtete. Die Opfer wurden dabei auf die unmenschlichste Weise gequält, ehe man die zur Vernichtung Bestimmten ausgesucht hatte. Dies war die rühmliche Beschäftigung der SS - Männer vom sogenannten Rollkommando. Bei der Ankündigung ihrer Besuche konnten die Gefangenen keinen Bissen trotz des nagenden Hungers herunterwürgen. Es war ein Leben in fortwährender Angst, wenn man das überhaupt ein Leben nennen will.
Während der Todes appelle kam es vor, daß sich die Gefangenen hinter ihren Gefährtinnen versteckten, eine Instinkthandlung, die einfach vom Selbsterhaltungstrieb diktiert wurde, so stark wurde das Angstgefühl.
Manchmal wurden Transporte gebildet, die in andere Lager zur Arbeit geschickt wurden. Nach den festgelegten Regeln mußte der Transport vorher baden. Dies Vergnügen" sah so aus:
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Um fünf Uhr nachmittags mußte auf dem Plate vor der Baracke angetreten werden, nur mit Rock und Bluse bekleidet. So blieb die ganze Gruppe über Nacht stehen. Das geschah auch im Winter bei großer Kälte. Des Morgens wurden die Durchgefrorenen und Ausgehungerten in ein kaltes Bad gejagt. Nach dem Bade schickte man sie Suppe holen, die anstatt um 8 Uhr morgens, um
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