Die ukrainische Polizei, in der auch Deutsche dienten, die vorher in Sowjetruẞland gelebt hatten, verlud die jüdischen Familien, die in den Kolchosen gearbeitet hatten, mit ihren Sachen auf Bauernwagen und brachte sie etwa sieben Kilometer von ihren Wohnorten weg. Am Ziele mußten sie sich nackt ausziehen. In die versammelte Menge wurden Handgranaten geworfen, die einzelne töteten, andere mehr oder weniger verwundeten. Die nächste Gruppe Juden mußte die zerrissenen Leichen zusammentragen und mit Erde zuschütten, obgleich viele noch nicht tot waren. Die mit Erde bedeckten Körper zuckten noch, und die Leichtverwundeten kamen wieder an die Oberfläche. Die Wache bestand aus zwei SS - Männern, der Rest war ukrainische Polizei, die den Platz umstellt hielt und acht gab, daß niemand den Verwundeten und Sterbenden Hilfe leistete, so daß sie unter den allergrößten Qualen sterben mußten. Dies hat der oben erwähnte russische Offizier als Augenzeuge mit angesehen.
NOWOJE SELO
Im Dorfe Nowoje Selo, in der Nähe von Schitomir, wurden sieben jüdische Partisanen gefangen und lebendig begraben.
WLADIMIR IN WOLHYNIEN
Das Ghetto, das nur geschaffen war, um die Juden zu sammeln, wurde eingezäunt. Ein Lastkraftwagen fuhr ins Ghetto, beschoß die Häuser und Straßen mit Maschinengewehren und tötete auf diese Weise etwa siebenhundert Menschen. Dann wurde den Ueberlebenden befohlen, in einer halben Stunde alle Toten zu begraben. Nach einer halben Stunde kamen die Wagen wieder, und begannen die Leute unter dem Vorwande einzufangen, daß sie den Befehl nicht schnell genug ausgeführt hätten. Alle wurden mit unbekannter Bestimmung fortgebracht und niemand kehrte zurück.
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