WEIHNACHTS GLOCKEN
Horch die Weihnachtsglocken!-
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Aus der Ferne hör' ich ihren Klang,
Sollen wohl dem Menschen Frieden künden. Engelstimmen locken
Mich mit ihrem gläubigen Gesang.
Drüben wird man jetzt die Kerzen zünden.- Heuchlerische Litanei,
Willst mich noch zum Narren halten?
Kam Frau Sorge nicht herbei,
Um mit ihrem Geist zu walten?
Was bringt uns der Lichter Pracht,
Wohin richtet ihr das Beten?
Ward das Bild der Stillen Nacht
Nicht schon längst vom Krieg zertreten?
Weihnachtsklänge schallen
Feierlich wie einst durch Stadt und Land,
Wollen nochmals Trost dem Menschen spenden
Ja, ein Wohlgefallen
Sich mit ihren Tönen stets verband,
Will doch auch das Hoffen niemals enden.-
Schweigt, ihr Glocken, hoch im Turm,
Sollt mich länger nicht betrügen;
Hört ihr, draußen tobt der Sturm,
Will mit Blut die Erde pflügen.
Längst erfüllt Sirenenton
Unsere friedlich stillen Nächte.
Kam zu uns einst Gottes Sohn,-
Heute kommen Satansknechte.
Und im Todesreigen
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Wartet auf den Menschen nur das Grab;
Unterm Kreuz erst findet er den Frieden.-
Still, die Glocken schweigen!-
-
Regen strömt vom Himmelszelt herab;
Weiße Weihnacht ward uns nicht beschieden!
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