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Das eiserne Tor : Gedichte / Franz Heitgres
Entstehung
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NAH UND FERN.

Du bist mir fern und doch so nah, Die Welt kann uns nicht trennen; Die Zeit, da ich dich glücklich sah,

Fühl ich im Herzen brennen.

Es quält die Sorge, lacht das Glück, Es ändern sich die Zeiten; Erinnrung aber bleibt zurück Und will mich stets begleiten.

Du bist mir nah und doch so fern, Wie soll ich das verstehen?

Gleichst unerreichbar einem Stern, Ich kann ihn immer sehen.

Erquickt mich auch sein funkelnd Licht, Ich darf kein Leid ihm klagen,

Und so kann ich zu dir auch nicht

Ins Haus die Freude tragen!

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