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Das eiserne Tor : Gedichte / Franz Heitgres
Entstehung
Seite
20
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AUSFEGEN

Ha, die Tür wird aufgemacht, Doch nur eine Hand streckt sich herein; Diese Hand gibt mir nun einen Besen. Also feg ich meine Zelle rein, Soll den Dreck mal aus den Ecken lesen. Ja, so wird an mich gedacht.

Schnell das Wasser hingespritzt, Ach, ihr meint, ich hätte reichlich Zeit, Und weiß mit dem Tag nichts anzufangen? Ja, täts gerne in Gemütlichkeit, Und der Spaß möcht für zwei Stunden langen; Doch auch hier heißts schnell geflitzt.

Bald schon klopft es wieder an, Und die Zelle muß dann sauber sein, Denn der Besen soll noch weiterwandern. Also mach ichs für den äußern Schein, Mach es einfach so wie all die andern,

Wie mans schnellstens machen kann.

Doch wenn ich den Besen führ, Kehr ich viele Spinngewebe aus, Die in langen Stunden ich gesponnen. Sauber wird trotz allem nicht mein Haus, Denn es bleiben, von mir selbst ersonnen, Hirngespinste in der Tür.

Mach ich heut hier alles klar Und vernichte manchen alten Tand, Trenn den Kopf von den vergangenen Sachen, Rührn sich morgen wieder Hirn und Hand, Neue Hoffnung in mir anzufachen. Ach, es ist hier sonderbar.