AUSFEGEN
Ha, die Tür wird aufgemacht, Doch nur eine Hand streckt sich herein; Diese Hand gibt mir nun einen Besen. Also feg’ ich meine Zelle rein, Soll den Dreck mal aus den Ecken lesen. Ja, so wird an mich gedacht.—
Schnell das Wasser hingespritzt,— Ach, ihr meint, ich hätte reichlich Zeit, Und weiß mit dem Tag nichts anzufangen? Ja, tät’s gerne in Gemütlichkeit, Und der Spaß möcht’ für zwei Stunden langen; Doch auch hier heißt’s schnell geflitzt.
Bald schon klopft es wieder an, Und die Zelle muß dann sauber sein, Denn der Besen soll noch weiterwandern. Also mach’ ich’s für den äußern Schein, Mach’ es einfach so wie all die andern,
Wie man’s schnellstens machen kann.
Doch wenn ich den Besen führ’, Kehr’ ich viele Spinngewebe aus, Die in langen Stunden ich gesponnen. Sauber wird trotz allem nicht mein Haus, Denn es bleiben, von mir selbst ersonnen, Hirngespinste in der Tür.
Mach’ ich heut hier alles klar Und vernichte manchen alten Tand, Trenn’ den Kopf von den vergangenen Sachen, Rühr’n sich morgen wieder Hirn und Hand, Neue Hoffnung in mir anzufachen. Ach, es ist hier sonderbar.—


