seiner Soldaten sah. Sie stiegen wieder auf, und es wurde der Befehl durchgegeben, daß gesungen werden sollte.
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, Da habt ihr's!" sagte der Würzburger. Er stimmte gleich ein Lied an.
Von den anderen Wagen hörte man über das Lärmen der Motoren und das Rattern der Räder hinweg manchmal die Fetzen eines Liedes, ein paar Takte nur, die keine Melodie ergaben. Jedesmal war es etwas anderes. Es gab kein gemeinsames Lied für sie.
Hermann fragte den Stackelberger: ,, Hast du mal einen Ofen umgesetzt?"
,, Sicher", antwortete der Bauer. ,, Was tut man nicht alles. Als wir abgebrannt waren, hat die Versicherung das Haus wieder aufgebaut. Aber der Ofen wollte nicht ziehen. Dreimal haben wir ihn umgesetzt, aber es hat nichts geholfen."
,, So?" fragte Hermann.
,, Sie hatten nämlich einen Filzhut in den Kamin gemauert. Sie hatten Krach gehabt mit dem Baumeister. Natürlich kann es nicht durchziehen, wenn ein Filzhut im Kamin hängt. Aber darauf kamen wir erst später."
,, Ist es schwer?" fragte Hermann.
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Was? Den Ofen umsetzen?
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Na, jeder kann's nicht!" An einer Wegkreuzung hielt das Auto mit den beiden Offizieren. Der Leutnant stand aufrecht neben dem Fahrer. Als der Wagen vorbeikam, auf dem Hermann, Stackelberger und Hühnchen saßen, fuchtelte der Leutnant mit dem Arm in der Luft herum und rief etwas. Aber bei dem Lärm konnten sie nichts verstehen.
,, Guck", sagte Hühnchen und stieß Hermann an ,,, er möchte unbedingt einen Gesangverein gründen."
,, Bei dem Schütteln würde man sich ja die Zunge abbeiẞen", meinte der Stackelberger, als wollte er sich rechtfertigen, daß er nicht sang.
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