dessen Lebensspur in der vorstehenden Erzählung an einem Schnittpunkt gleichnishaft nachgefolgt worden ist, diente in Gebeten, Zuspruch und Taten. Der Pater war der Meinung, daß nichts den unmittelbaren Umgang mit Menschen und Dingen ersetzen könnte. So verlangte er von den Teilnehmern an den von ihm eingerichteten Jugendlagern, daß sie sich nicht damit begnügten, durch Vorträge mit dem Leben des Arbeiters bekannt zu werden, sondern daß sie vierzehn Tage als Handlanger in einer Grube des Loire- Beckens arbeiteten.
In diesem Sinne meldete sich der Pater nach dem Zusammenbruch 1940 und während des politischen Experimentes in Frankreich als freiwilliger Arbeiter nach Deutschland . Nur auf diese Weise konnte er der von ihm gefühlten Verpflichtung zu seelsorgerlichem Kontakte mit französischen Arbeitern in Deutschland nachkommen. Er wurde im Herbst 1943 als Elektriker Victor Dillard den Reparaturwerkstätten einer großen Kugellagerfabrik in Wuppertal zugewiesen. Fünf Monate arbeitete er unter den deportierten Franzosen und Ausländern. Hier beginnt das Gleichnis der Erzählung.
Von der Gestapo verhaftet, ins Wuppertaler Gefängnis abgeführt, nach Dachau transportiert, wurde dort Block 17 Pater Victor Dillards letzte Station, Eine Geschwulst am Knie wurde lebensgefährlich- ,, das Herz ist besser," sagte er zu einem Leidensgefährten und fügte hinzu: ,, Sollte ich aber mein Leben lassen, so war dies bei meinem Aufbruch schon vorgesehen, es war für die Kirche, für die Arbeiterklasse dargebracht."
Quelle: ,, Dokumente." Internationale Beiträge zu kulturellensozialen- wirtschaftlichen Fragen, Nr. 5, Februar 1946.


