„Ja, im einzelnen, da mögen Sie recht haben. Aber im allgemeinen? Soll ich Ihnen sagen, wieviele anonyme Briefe wir aus dem Lager bekommen? Was die Ob- leute uns für Klatsch und Intrigen zutragen? Nicht die Gestapo ,— Ihre Landsleute, so daß ich mich manch- mal frage, ob das auch bei uns so wäre, wenn wir— entschuldigen Sie, Herr Gaillard!“
„Bitte, mein Fräulein. Ich weiß um solche Ver- irrung.
„Sie wissen, und trotzdem...?“
„Es gibt überall Menschen, die wankelmütig werden. Besonders in Zeiten der Auflösung. Das war immer so. Bedenken Sie bitte: Nach vier Jahren Krieg immer noch Stacheldraht, immer noch Lager, immer noch ohne Heimat. Ohne Beruf und ohne Zukunft. Wissen Sie, was das für eine Jugend bedeutet?“
„Auch Ältere schreiben...“
Der Pater schüttelte den Inhalt der Tasse auf dem Grunde um und trank den Rest in kleinen Schlucken.
„Ich kenne die Franzosen, “ sagte der Pater einfach. „Ich bin auch ihrer Mutter Kind, mit allem, was gut und was falsch ist. Ich liebe sie auch in der Ver- irrung, denn sie leiden.“
„Entschuldigen Sie, Herr Gaillard, das sollte durch- aus keine Kritik sein.“
„Ich verstehe Ihr Bemühen,“ sprach der Pater liebens- würdig und dankte für einen neuen Teeaufguß, auf den er mit freundlicher Miene verzichtete. Es war durch- aus nichts Gezwungenes an ihm. Auf die Landschaft Altdorfers sah er und auf den Spiegel seiner Hände in dem Glas auf dem Tisch. Angestrengte Hände,
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