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Kontakte : Erzählung / von Alfred Mühr
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ebenso beiseite wie die angerauchte Zigarstte.Ich mußte mit Ihnen sprechen. Ich bin so in der Tretmühle, daß ich vor lauter Arbeit nicht den Kopf herausstecke, um zu mir selber und'zu eigenen Gedanken zu kom-

men. Ich darf mich Ihnen doch aussprechen?

Der Pater wunderte sich.Wie Sie es für richtig halten, mein Fräulein, sagte er verbindlich.

Auf einmal war die mächtige Chefsekretärin in der unanfechtbaren dienstlichen Haltung ein Mädchen, das etwas auf dem Herzen hatte. Eine Frau vor einem Mann. Eine Deutsche vor dem Franzosen . Die Deut- sche vor dem Pater aus Frankreich , der gar nicht so frei und unbehindert war, um einer Vertreterin der augenblicklichen Siegermacht zu raten.

Ich beobachte, wie Sie für Ihre Landsleute kämpfen.

Der Pater sah über die Landschaft von Altdorfer zu DürersRitter, Tod und Teufel hinüber. Was bedeu- tete die Rede der Frau? Steckte eine Absicht dahinter? Wozu brauchte das Fräulein den Ritter aus dem andern Land, das sie so liebte und dessen Sprache sie so gut sprach? Oder war sie eine Teufelin auf diplomatischen Wegen, die ihm den Tod bringen konnte? Für einen Augenblick dachte der Pater so, dann überkam ihn jene Stetigkeit, mit der die Sterne ihre Bahn ziehen, jeder Morgen das Gesicht der Erde entschleiert oder die Nacht ihre Dunkelheit darüber ausschüttet.

Was nützt es, Herr Gaillard? Dankt man es Ihnen? fragte die Chefsekretärin.

Ich verteidige den hilflosen Kranken gegen Will- kür.

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