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Kontakte : Erzählung / von Alfred Mühr
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diert, zwei Jahre vor dem Krieg, als er über Amerika nach Australien , China und Indien reisen wollte.

Die zweite Zigarette wurde von der Chefsekretärin mehr aus Beschäftigung als aus Genuß gewählt. Sie erwartete wohl eine Äußerung und rauchte in langen Zügen.

Sie sprachen vom Frieden, setzte der Pater fort. Frieden können nur versöhnte Geister schließen. Ist Frankreich Herr seiner Entschlüsse? Mit wem sollen wir uns versöhnen?

Herr Gaillard, hat unsere Regierung nicht häufig die offene Hand angeboten?

Soll die Niederlage uns doppelt treffen?

Doppelt?

Ja, sollen wir zweimal alles verlieren?

Was haben Sie ohne uns, Herr Gaillard?

Die Hoffnung auf die Freiheit.

Und was wird aus uns..... beiden? lächelte die Chefsekretärin sparsam.Ich habe mich so auf die Be- gegnung gefreut.

Eine Partie ohne Gewinn und Verlust, ist das nicht viel? antwortete der Pater und fand den Rede- wechsel der Frau aktiver als er im Anfang erwartet.

Der Tee wurde eingeschenkt, auf eine Dose Milch und Zucker verwiesen, das Gebäck in die Mitte des Tisches gerückt und dem Pater angeboten, dem allein das Getränk schon eine Gabe bedeutete.

Ach, Herr Gaillard, ich weiß alles, was Sie sagen wollen. Ich fühle es lange, sprach die Chefsekretärin wie aus einem dumpfen dunklen Grund ihres Lebens. Wir Deutschen wollen Gutes und verursachen Übles,

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