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,, Sie erlauben." Die Chefsekretärin wählte eine Zigarette und genoß die ersten Züge. ,, Ich habe stets Luftschutzdienst, wenn die andern nicht mögen. Das ist so an Feiertagen. Wenn man Glück hat, ist man einen ganzen Abend allein. Wissen Sie, darin liegt auch ein Reiz, wenn es den Tag über im Büro wie im Taubenhaus zugeht." Die Chefsekretärin schmeckte den Rauch wie eine Speise in Wolken. ,, Ich bringe mir Lektüre mit und lese bis in die Nacht hinein, wenn kein Alarm dazwischen kommt. Ich bin gerade bei Montherlant." Auf ihren Schreibtisch hinüber zeigte sie, wo ein Buch aufgeschlagen lag. ,, Ich war schon glücklich, als ich ihn deutsch bekam. Jetzt lese ich ihn französisch. Was denken Sie über ihn, Herr Gaillard?"
Der Pater erinnerte sich an den ersten Besuch bei einer gerade flügge gewordenen Nichte, die nicht wußte, wie sie den Onkel im geistlichen Kleid anreden sollte und deshalb von tausend Dingen sprach, um Zeit zu gewinnen, bis die Mama dazu kam. Hinter seiner Stirn stand ein Lächeln, das auch diese Begegnung betraf.
,, Finden Sie uns komisch?" fragte die Chefsekretärin. ,, Wir bekriegen eine Nation und lieben sie trotzdem. Immer wieder. Wir kommen nicht davon los, wie Lessing , der die Vorliebe für das französische Drama verwies und selbst seine Minna mit Riccaut ausstatten mußte. Wenn man nicht sagen will, daß sein Geist deutscher Esprit oder Esprit du coeur ist. Ja? Oder tue ich Ihnen unrecht, Herr Gaillard?"
Die Chefsekretärin sprach in einem mühelosen Französisch, auch die Überlegungen schienen ihr geläufig zu sein. Sie sprach ohne zu akzentuieren und ohne sich
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