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Kontakte : Erzählung / von Alfred Mühr
Entstehung
Seite
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In der Kantine hatte es Wermuth gegeben, abscheu - neue lichen Wermuth, süß, dünn und ohne Aroma. Der

ganz Gascogner schüttelte sich, als er davon erzählte. Pierre ten, hätte eine Runde nach der anderen ausgegeben und sie he hätten gesungen. Dann sei die Streife der schwarzen

Uniformen gekommen. Pierre hatte sich geweigert, mit- zugehen. Die schwarzen Uniformen hätten durchgegrif- fen und die Peitschen geschwungen. Es wäre beinahe zu einer Schlägerei gekommen, wenn der Gascogner kon- nicht vermittelt hätte. Ein Wunder, daß Pierre nicht

Arme abgeführt worden sei. Und das alles während des Alarmes!

inein, Durch den Türspalt sah der Pater den Kopf des

flüch- Parisers hereinschauen und schnell verschwinden. Was

sollte das? Wünschte der Pariser etwas? Warum trat hinter er nıcht näher?

wieg, Mit dem stimme es auch nicht, meinte der Gascogner ungen den Pariser. Der sei überall da, wo man ihn nicht ver- Auge mutet. Im Lager III sei er gestern Abend geschen ı den worden. Was suche er dort? Heute morgen sei er um r. Er vier aufgestanden und angeblich ins Freie gegangen. Er - Tür könne nicht mehr schlafen, er brauche frische Luft und , vor- er wundere sich, daß sie es alle hier so aushielten, aber habe er zu den Kumpels geäußert.

N,Pater Victor, wir dürfen uns auch nicht mehr regel-

mäßig treffen, warnte der Gascogner und behielt seine vorsichtige Art zu sprechen bei. Er öffnete das Fenster, lockerte die Läden, sicherte ins Freie und verschloß die Sicht, während der Pater seine Lampe anknipste.

Seit wann sind Besuche verboten? fragte der Pater

und hellte den Blick heiter auf.

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