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Kontakte : Erzählung / von Alfred Mühr
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Wir müssen uns im Labyrinth der Erde zurecht finden," antwortete der Pater.

,, Auch ohne Schuld?"

,, Wer kann das von sich sagen?"

,, Ich verstehe die Welt manchmal nicht mehr," fühlte sich der Deutsche genötigt so zu reden ,,, ich sage Ihnen, ich verstehe Gott nicht mehr. Ich fühle ihn nicht. Liegt das an mir oder an der grausamen Zeit, die von grau­samen Menschen beherrscht wird? Oder an Gott ? Wenn Menschen im Kriege fallen, dann kann ich vielleicht einen Sinn darin sehen. genau, wie wenn sich zwei Menschen zu Tode raufen. Aber nichts zu tun, weder mit Waffen noch mit Sabotagen, nur ein anderes Ge­sicht, eine andere Nase, andere Haare zu haben und dann ausgerottet zu werden, das begreife ich nicht. Ich begreife Gott nicht, daß er den erhobenen Arm des Peinigers nicht züchtigt. Ich fühle Gott nicht, weder seinen Zorn noch seine Milde. Ich sehe nur die Aus­lieferung der menschlichen Kreatur an etwas Unab­wendbares. Und sagen Sie, Pater Victor, ist der Selbst­mord nicht die eigentliche Erlösung des Menschen von diesem irdischen Jammertal?"

Der Pater hatte die Arme aufeinander gelegt und den Rücken an die Fensterwand geschoben. Er betrachtete das von seelischer Not, geistiger Bedrängnis, von Über­stunden und Nachtarbeit verzehrte Gesicht des Deut­schen von der Seite und sagte: ,, Dem Christen steht es nicht an, den Tod zu suchen."

,, Aber dem Menschen steht es an, anderes Leben willkürlich zu verkürzen. Womit haben das Hundert­

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