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seinem Brevier. Wieder fand er für sich die Besinnung und den Frieden in Augenblicken ohne Zeit...
Es klopfte.
..Herr Schmidt?" redete der Pater den Eintretenden deutsch an.
,, Für einen Augenblick, bitte. Ich weiß nämlich nicht, ob ich später kommen kann."
Der Pater wies auf den Platz neben sich.
Der Besucher, hager, die Glatze mit einem graubraunen Käppi verdeckt, mit Augen in dunklen Höhlen, von denen es auf der einen Seite herunterzuckte und die Wange nervös erregte, zeigte auf die Bretterwand und meinte die andere Seite.
Pater Victor behielt die Finger zwischen dem aufgeschlagenen Brevier und sagte: ,, Wir sind allein."
,,
Werden Sie morgen frei sein?" fragte der Deutsche. Der Pater schüttelte den Kopf.
,, Abgelehnt?"
,, Ich habe es nicht versucht, um nicht die Osterfeiertage zu gefährden."
,, Es hätte sich sicherlich jemand gefunden, der für Sie nachgearbeitet hätte, Pater Victor," wunderte sich der Deutsche und schlug die Hände zwischen den Knien zusammen. ,, So helfen sich die Arbeiter aus, wenn sie etwas vorhaben."
,, Ich bin dankbar, daß es so geht. Das Erlebnis der Passion besteht immer."
Der Deutsche stimmte zu und sprach vor sich her mit einer Zurückhaltung, die dem Wort mühsam den Ton lieh. ,, In meiner Abteilung fehlt ab heute die Hälfte der jüdischen Arbeiter. Keine Nachricht, keine
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