Druckschrift 
Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
Seite
220
Einzelbild herunterladen

befohlen waren, aber in die traurigen Herzen konnte keiner Einsicht bekommen, auch das Ausland nicht. Die meisten Berichte über das deut­sche Volk waren unzutreffend, weil man zwischen Nazis und Deutschen überhaupt keinen Unterschied machte. Zudem, wer hätte die Berichte korrigieren sollen? Wer von den Deutschen konnte wagen, das zu tun, solange er noch in Deutschland ansässig war oder Angehörige dort hin­terließ, während er ins Ausland flüchtete? Die Ohnmacht, untätig zusehen zu müssen, den Mund zu halten und zu gehorchen, war zur Gewohnheit geworden.

Auch diese Tatsache, meine Herren Schiedsrichter, trägt dazu bei, daß ich, von meiner innersten Überzeugung ausgehend, die Mehrzahl der Reichsbürger für unschuldig halte. Das Märchen von der Kollektiv­schuld des deutschen Volkes muß begraben werden. Es ist ein Lügen­gewebe ein Hirngespinst!

-

Darum bitte ich zum letzten Male um Freispruch!" Damit war der Verteidiger Isaak Jehuda Löwenstein mit seiner Rede zu Ende.

Andere

gessen

edle Ta einige,

chen w

nennen

sind eir

schen s

Gewiss

Freit

und Zu

die Glo

Das

zehn S auch d

hört, d

Nun ergriff der Schiedsgerichtspräsident abermals das Wort, das dies­mal mehr an die Öffentlichkeit gerichtet war als an das Schiedsgericht selbst.

Nach kurzem Applaus, der ihm dargebracht wurde, begann er: ,, Wir nähern uns nunmehr der Verkündung des Urteils darüber, ob die Frage einer Kollektivschuld des gesamten deutschen Volkes zu bejahen oder zu verneinen ist. Möge der Allmächtige uns Schiedsrichtern den richtigen Weg zeigen, ein gerechtes Urteil zu finden und uns beistehen, daß wir es auch in die Tat umsetzen. Das Schiedsgericht wird sofort mit der Beratung beginnen, und morgen um 15 Uhr werde ich die Ehre haben, das Urteil bekanntzugeben."

Der Saal leerte sich allmählich. Auf der Straße hörte man noch lange Debatten über das zu erwartende Urteil. Viele prophezeiten Freispruch, andere glaubten an Schuldigsprechung...

In der kommenden Nacht schlief der Dekan sehr schlecht; es war allerhöchste Zeit, daß die ganze Schiedsgerichtsangelegenheit so oder so zu Ende kam, denn seine Nerven versagten nahezu.

Für Professor Löwenstein waren aus aller Welt Dutzende von Tele­grammen eingetroffen. Juden, Christen und Angehörige anderer Reli­gionen waren die Absender. Viele seiner Glaubensgenossen machten ihm große Vorwürfe, weil er sich so für die Deutschen ins Zeug lege.

mit elf

Das

allen

organi da sich

stein

in Bez

Die

ausge rechte

Verein

des H

Ich

haben

We

Löwe

einem

schrei

Dar

ameri

hatte wußt

220