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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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gesetzliche Handhabe dafür gegeben war. So handelten die Weltmächte gewissermaßen als die Feuerwehren, die erst dann zur Brandlöschung ausfahren, nachdem das Feuer ausgebrochen ist. Als aber der Brand­stifter Adolf Hitler das Haus anzündete, da hatten diese Feuerwehren nicht einmal genug Feuerwehrspritzen. Daß sie besser hätten ausge­rüstet sein müssen, um den Schaden zu verhüten, merkten sie zu ihrem großen Schrecken erst, als es zu spät war und alle Häuser, einschließ­lich ihrer eigenen, in hellen Flammen standen. So kam der Weltbrand, den wir in unserer Gehirnregistratur unter dem Namen, der zweite Welt­ krieg ' festhalten...

Zirka fünfzig Millionen Männer und Frauen der alliierten Welt befan­den sich in Uniform und Bewegung, um der Hi.lerflamme Herr zu werden. Mehr als fünfzehn Millionen mußten bei den Löscharbeiten ihr Leben lassen, ohne die Zuschauer, Zivilisten genannt, von denen, nicht zuletzt durch die unentschuldbare Gleichgültigkeit der politisch verantwortlichen Welt, mehr als zehn Millionen auf den Brandherden liegen blieben. Eines ist sicher: die Generationen, die nach uns kommen, werden die Köpfe schütteln.

Wenn sie die Verantwortlichen abfällig verurteilen würden, so könnte ich das verstehen; denn, daß die heutige Welt so etwas zuließ, bezeichne ich nicht nur als einen Fehler, sondern als eine Schmach!!

Wie war es nun um die Bevölkerung des Dritten Reiches bestellt? Feststeht, daß der größere Teil des deutschen Volkes mit der Tyrannen­regierung nicht einverstanden gewesen ist. Ich setze als bewiesen vor­aus, daß große Massen der Bevölkerung gequält, unterdrückt, einge­schüchtert, eingesperrt und getötet wurden. Ganz bestimmt war die Mehrheit des Volkes sehr unglücklich. Ein einziges unbedachtes Wort konnte den Kopf kosten. Tausende von Bürgern mußten so ihr Leben lassen. Zum dritten und zum letzten Male sage ich, die Deutschen hatten das höchste Gut, das ein Volk überhaupt besitzen kann, verloren: die Souveränität. Sie blieben ohne Schutz und Recht, hatten nichts zu sagen und wurden um nichts gefragt.

Wie benahm sich der Hitlerreichstag, solange er am Ruder war? Hat einer seiner Abgeordneten auch nur ein einziges Mal gegen irgendeine Gesetzesvorlage Einspruch erhoben? Hat jemals einer dieser ,, Volks­beauftragten" gegen die begangenen Verbrechen gewettert? Nein, diese Gesellen zeigten sich erbärmlich feige, denn sie gaben ihr Einverständnis zu allem, was verlangt wurde... Und die Mehrzahl von ihnen war ge­wissenlos! Das Ausland hatte ein ganz falsches Bild von der Majorität des deutschen Volkes. Es sah wohl die gewaltigen Aufmärsche, die alle

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