warm, wogegen die Obernazis schwerlich zur Einsicht zu bringen sind. Es sei denn, daß man mit ihnen genauso verfährt, wie sie mit den Antinazis verfahren sind. Heute haben diese Obernazis noch Herzklopfen, und dabei denken sie im Stillen wieder an morgen..."
Dr. Rumpf, abwehrend:
,, Das nehme ich weniger an; wenn diese Verbrecher überhaupt denken, dann nur an gestern: an die verlorenen Fleischtöpfe, Naziuniformen, Rang, Weiber und an die Niederlage."
,, Wahrscheinlich auch an die Rache", meinte der Dekan. ,, Sehen Sie, meine Herren, wenn es nach mir ginge, so wollte ich den Nazis, soweit sie unverbesserlich sind, etwas zeigen. Wissen Sie, was ich unternähme? Zunächst müßte man ein für alle Mal den Mitläufern, soweit sie nichts verbrochen haben, Pardon geben. Kommt Ihr Verführten, würde ich sagen, wir vergeben Euch; nun zeigt, daß Ihr die Freundschaft des deutschen Volkes wieder wert seid. Dann wünschte ich, daß sie wirklich in Ruhe gelassen würden, und damit basta! Den unverbesserlichen Nazis möchte ich sagen:, Mit Hut und Handschuhen werdet Ihr Vernichter Deutschlands aus dem Lande geprügelt, wenn Ihr Euch politisch auch nur noch ein einziges Mal muckst. Dabei schrecken wir nicht davor zurück, Euere eigenen Lehren anzuwenden, indem wir Euch fortjagen, ohne daß Ihr auch nur einen Heller mitnehmen dürft. Was immer auch sein mag, meiden wir die Obernazis, und behalten sie doch stets im Auge, denn sie dürfen sich nie wieder unbeobachtet fühlen. Ferner hielte ich es noch für sehr ratsam, an allen Enden und Ecken des deutschen Reiches geheime Überwachungsstellen einzurichten, die weiter nichts zu tun hätten, als die unverbesserlichen Nazis Tag und Nacht zu, beschatten'. Wenn einer dieser Kerle auch nur irgendetwas machte, das gegen die Gesetze verstieße, dann würde ich nicht viele Worte verlieren und ihn mit aller Härte bestrafen. Wenn's nicht anders geht, sollte man ihn für sein ganzes Leben einsperren, ja sogar hinrichten lassen, wenn er es verdient. Das wäre nun noch alles, was uns fehlte, wenn wir mit diesen Kreaturen nicht fertig werden könnten. Verlassen Sie sich darauf, meine Herren, wenn man diesen Oberbonzen nicht im voraus klaren Wein einschenkt, was sie zu erwarten haben, dann werden sie eines schönen Tages abermals Mätzchen machen. Mit den Juden wird es wieder anfangen und dieses Mal sogar mit allen Christen enden..."
,, Ich bin anderer Ansicht", wandte jetzt Dr. Rumpf ein ,,, man soll den Mitläufern vergeben, wie das soeben Herr Dekan Urhan gesagt hat; aber den unverbesserlichen Nazis würde ich nicht einmal ein Warnungszeichen zukommen lassen. Diese Burschen wissen aus ihrer großen
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