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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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was Professor Löwenstein anlangt, so habe ich einen solchen klar zur Sache sprechenden, die Materie beherrschenden Verteidiger nie zuvor reden hören. Für mich war es direkt ein Genuß, diesem Manne, der aus dem Stegreif spricht, zu lauschen."

,, Wissen Sie, meine Herren", sprach jetzt der Dekan ,,, ich verstehe nicht viel von der Juristerei, aber, wie er den Staatsanwalt nach Hause schickte, das machte mir so richtigen Spaß."

Dr. Rumpf sagte darauf:

,, Herr Dekan, so etwas will unter Anwälten gar nicht viel heißen. Das liegt gewissermaßen im Beruf, nach dem ungeschriebenen Gesetz, daß eine Krähe der anderen kein Auge aushackt..."

,, Na, na, Herr Dr. Rumpf, warum waren Sie denn so nervös, als dieser Tage Herr Löwenstein den Dr. Kreuschke auf den Zeugenstand rief?" ,, Das ist eine ganz andere Sache; die ging ins Privatleben."

,, So, das hätte dann mit dem Krähengesetz nichts zu tun, Herr Doktor?"

,, Nein, Herr Dekan", erwiderte lachend Dr. Rumpf.

Jetzt kam Dr. Werle zu Wort:

,, Gut oder nicht gut, ich wollte, wir alle wären ein paar Tage älter. Mich interessiert nur das Urteil. Was auch immer sein mag, so frage ich mich, ob da in Deutschland einer von den Obernazis existiert, der die Übertragung mitanhörte und nicht vor Scham rot wurde, als er ver­nahm, wie dieser Professor Löwenstein heute für Deutschland sprach?" Dr. Rumpf zog die Stirn in Falten und erwiderte:

,, Herr Dr. Werle, das glauben Sie doch ebensowenig wie ich. Viel­leicht hat der Obernazi, den Sie sich im Geiste vorstellen, gedacht: , Habe Dank, Du Vorsehung meines Führers Adolf Hitler , daß der Inhalt des herrlichen Liedes, das wir, die dem Führer so treu ergebenen Män­ner der Bewegung, so oft und so gern gesungen haben, wenigstens bei diesem Jud Löwenstein nicht in die Praxis umgesetzt wurde..."

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, Was für ein Lied meinen Sie?" fragte der Professor.

,, Wenn's Judenblut vom Messer spritzt, dann geht's nochmal so gut..."

,, Pfui Spinne", sagte der Dekan ganz zornig ,,, ist denn kein Spiegel hier, in den man einmal unsere Schamröte über diese Halunken von Nazisängern mit eigenen Augen sehen kann?!"

Professor Weber beruhigte den Dekan und sagte:

,, Ich denke, daß sehr viele Nazis ihre Ansicht geändert haben und alles verurteilen, was sie in den Hitlerjahren für gut und richtig hielten. Die Masse der Mitläufer ist weder Fisch noch Fleisch, weder kalt noch

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