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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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aber nur an die Rache denken. Hüten wir uns vor ihr, denn sie ist eine schlechte Ratgeberin und eine sehr nahe Verwandte der Dummheit, die ich noch für schlimmer halte als ein Vergehen, gegen das wenigstens die Sühne geschaffen wurde, die oft heilend wirkt.

Nunmehr komme ich zum vierten Punkte:

Sollten sich die Deutschen zum Aufstand gegen Hitler aufraffen, Bür­gerkrieg und anderes mehr entfachen, um ihn durch Gewalt zu be­seitigen? Waren sie dazu überhaupt in der Lage? Weil sie wenig oder nichts unternahmen, haben sie deshalb die Hitlerverbrechen herbeige­wünscht oder gutgeheißen? Niemand konnte gegen eine solche, bis ins feinste organisierte Verbrecherbande auftreten, auch dann nicht, wenn in Deutschland nur tapfere Menschen gelebt hätten, die von dem Mute eines Staatsanwaltes beseelt gewesen wären. Bevor ich darauf eingehe, möchte ich meine unmaßgebliche Ansicht wiedergeben, die ich in bezug auf eine deutsche Untergrundbewegung habe.

Angenommen, ein Anschlag auf das Leben Adolf Hitlers hätte erfolg­reich durchgeführt werden können; die Folgen davon wären schwerlich auszudenken gewesen. Überall hätten die Naziallgewaltigen dem Volk vorgelogen:, Ja, würde der Führer nicht umgebracht worden sein, dann hätte er durch seine Genialität den Sieg über alle Feinde errungen.'

Gott der Allmächtige wußte, was er tat, als er die Ermordung Hitlers nicht zuließ. Zum Wohle Deutschlands verschwand der Tyrann, in jeder Beziehung geschlagen. In der Welt hinterließ er Zorn und Verachtung gegen alles Deutsche.

Mit der Zeit, so hoffe ich, wird dieselbe Welt zur Einsicht kommen, daß die Mehrheit des deutschen Volkes keinen Haß verdient! Der Be­völkerung des Reiches bescherte Adolf Hitler enorme Land- und Men­schenverluste, Hunger und Armut, ausgebombte Städte und Dörfer, ver­nichteten Außenhandel und lahmgelegte Industrie, Verzweiflung, Mißmut und Trauer. Das Volk war machtlos, das zu verhüten. Wer die Ver­hältnisse kennt und sich den Tatsachen nicht verschließt, weiß sehr wohl, daß im Dritten Reiche Aufstand oder Bürgerkrieg verlorene Mühe bleiben mußte... Wann sollte man damit beginnen?

1933, 1934 und 1935 waren die Jahre der Gleichschaltungen, der Auf­märsche, der Friedensheucheleien Hitlers , der Volksbenebelung mittels ungesunder Arbeitsbeschaffungspläne, begünstigt durch enorme mili­tärische Aufrüstungen. Eine Scheinblüte zog durch ganz Deutschland . Gegen wen sollte man Revolution machen? Gegen die Scheinblüte viel­leicht? Einige Dutzend Männer erkannten die Situation, sie schwiegen aber vor Angst. Sie trauten sich nicht, öffentlich zu reden, denn ihre 196

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