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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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,, Jawohl, das war Gesetz. Mit leichter Hand mögen wir gehiẞt haben, aber bestimmt mit schwer bedrücktem Herzen. Millionen und Millionen Deutscher , in deren Inneres niemand sah..."

,, Wenn die Wahrheit ein Übel ist und sonst nichts, dann bin ich stolz darauf, ein Übeltäter zu sein, Herr Angeklagter Nummer drei", bemerkte der Staatsanwalt ganz ärgerlich.

Professor Weber, der Nummer vier hatte, verneinte ebenfalls die Kollektivschuld durch Abgabe einer längeren Erklärung. Der Staats­anwalt schwieg dazu.

Es war fast Mitternacht, als der Schiedsgerichtspräsident die dritte Verhandlung aufhob und die vierte für Dienstagmorgen zehn Uhr dreißig anberaumte.

Auf dem Nachhauseweg meinte Professor Weber: ,, Wir haben einen schweren Stand."

,, Das Recht ist auf unserer Seite", betonte Dr. Rumpf. ,, Ja", sagte der Dekan ,,, der Schein ist aber gegen uns." Dr. Werle schloß: ,, Der Schein ist leider die ganze Welt..."

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wie festgesetzt eröffnete der Präsident die Dienstagmorgen vierte Sitzung und unmittelbar darauf erhielt der Vertreter der Anklage das Wort:

,, Der Wahrheit will ich dienen, das waren meine gestrigen letzten Worte. Ihr diene ich, wenn ich sage, daß das Volk der Deutschen in seiner Gemeinschaft mitschuldig ist an den Verbrechen der Hitlerpartei, der Regierung, Polizei und so weiter... Die Welt ist während ihrer kurzen oder auch langen Existenz, soweit Menschen eine Rolle spielen, schon oft Zeugin verruchter Schurkenschandtaten gewesen- aber das, was die Deutschen an Verbrechen und Greueltaten begingen, stellt alles bisher Erlebte in den Schatten. Die Geschichte der Völker hat etwas derartiges nicht aufzuweisen. Die Angeklagten bestehen darauf, un­schuldig zu sein. Wer hat denn dem Barbarentum, so gut zum deutschen Milieu passend, zur Macht verholfen? Zwangen etwa fremde Völker die Deutschen , Adolf Hitler und seine Anhänger zu wählen? Nein, das Volk der Deutschen hat sich aus freien Stücken dazu hergegeben, diese Tyran­nen als Meister und Regenten zu rufen. Wo blieben die ungezählten Massen, die allsonntäglich ihrem Führer huldigten? Wo sind die Mil­lionen, die den Radioübertragungen des Führers mehr Ehre zukommen ließen als Gott? Der lief ihnen nicht weg, den hatten sie ja auf ihrem Koppelschloß stehen ,, Gott mit uns". Aber der Schöpfer muß doch

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