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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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,, Diejenigen, die, bravo' schrien, waren in der Mehrzahl, weil die Pfuisager ein großes Risiko eingingen. Die Majorität des Volkes blieb von der Nazimethode angeekelt. Ja, es gab sogar viele unter den Nazi­mitläufern, die mit ihrer Abneigung gegen die Judenbehandlungen nicht hinter dem Berge hielten; aber ändern konnten auch sie nichts daran. Die Spitzel und Angeber waren leider so gut auf dem Posten, daß in vielen Familien der Vater dem Sohne, der Bruder dem Bruder, der Ehe­mann seiner Frau, usw. nicht über den Weg trauen konnten. Ich kenne Fälle, in welchen Söhne ihre Väter der Gestapo auslieferten. Die Väter wurden enthauptet, die Söhne avancierten in der Partei. Einen Fall weiß ich, da hatte die Ehefrau ihren Mann verraten. Ihn brachte man in ein Konzentrationslager, sie bekam zwei Kinder vom Kreisleiter. Ach, wie­viele Fälle gab es, in denen die Pfarrer wegen eines unüberlegten Wortes angegeben wurden und dafür leiden mußten..."

,, Was sagen denn die Leute heute in Ihrem Heimatort?". ,, Mehr als vier Jahre befand ich mich in russischer Kriegsgefangen­schaft, und jetzt bin ich auf dem Wege zur Heimat, zu Weib und Kindern. Daher kann ich diese Frage leider nicht beantworten."

Die drei nächsten Zeugen machten ganz unerhebliche Aussagen. Sie sind bei ihrem ersten Flug über Frankreich zu einer Zeit abgeschossen worden, als der Krieg schon seinem Ende entgegenging. Mit Ausnahme des letzten deutschen Kriegsgefangenen hatten alle anderen ihre Aus­sagen gemacht.

,, Ihren Namen bitte!"

,, Peter Dickhaut."

,, Wie alt sind Sie, und wie ist der Name Ihrer Heimatgemeinde?" ,, Ich bin dreiundzwanzig Jahre alt und in Pirna in Sachsen geboren." ,, Welche Religion haben Sie?"

,, Religion? Religion? Damit befasse ich mich nicht...!" ,, Was sind Sie von Beruf?"

,, Soldat, im Range eines Stabsfeldwebels."

,, Sind Sie verheiratet?"

,, Verheiratet bin ich zwar nicht, trotzdem habe ich sieben Kinder in

die deutsche Welt gesetzt."

,, Wielange sind Sie Soldat?"

,, Seit dem Sommer 1941."

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,, Waren Sie gerne Soldat, Herr Zeuge?"

,, Mit Leib und Seele", gab der Gefragte zur Antwort.

,, Hat sich der Zeuge freiwillig zur Front gemeldet oder wurde er dazu kommandiert?" fragte der Verteidiger.

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