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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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im Dritten Reich gesammelten Güter. Volksaussauger ohne Bei- spiel.

Sind Sie Parteimitglied gewesen? fragte der Staatsanwalt.

Ich war kein Mitglied, aber ich dachte, ein Mann, der so große Er- folge hat wie der Adolf, muß doch ein tüchtiger Kerl sein, denn wie konnte er sonst solche Resultate erzielen? Oder ich sagte mir, die ausländi- schen Führer scheinen solche Dummköpfe zu sein, daß Hitler leichtes Spiel mit ihnen hatte. Fürwahr, ich meine nicht alle aber die Mehr- zahlax.*

Hielten Sie, Herr Zeuge, die Handlungsweise der Hitlerpartei für richtig?

Ich hielt fast alles für falsch, was die Nazis in die Wege leiteten. Auch die Behandlung der Juden bleibt ein Verbrechen. Wenn Hitler den Arier- paragraphen nicht eingeführt hätte, dann das lasse ich mir von keinem ausreden würden sich Tausende und Zehntausende Juden freiwillig zu den Fahnen gemeldet und ihre Tapferkeit genauso unter Beweis gestellt haben, wie das im ersten Weltkrieg der Fall war, in dem zwölf- tausend jüdische Soldaten für Deutschland gefallen sind. Über hundert- tausend jüdische Soldaten taten ihren Dienst, unter ihnen etwa zwei- tausend Offiziere und, bei Gott, es sollen nicht die schlechtesten gewesen sein. Ich erinnere mich noch, wie oft mein Vater von einen Major Aron Löb erzählte, der trotz viermaliger Verwundung im Gefecht bei seiner Truppe blieb und wegen Tapferkeit das Eiserne Kreuz erster Klasse erhielt. Er erschoß sich an dem Tage, an dem im Heere auf Befehl Ludendorfis eine allgemeine Judenzählung stattfand. ‚Der Feind hatte ihn verwundet, der ‚Freund verschuldete seinen Tod'...

Warum traten die deutschen Generäle während der Hitlerzeit nicht für die jüdischen Veteranen aus dem ersten Weltkrieg ein? Was sagte der deutsche Generalstab dazu, wie man diese ehemaligen Kämpfer für Deutschland behandelte, indem man sie vergaste, erschoß, vertrieb, beraubte und im KZ. marterte? Vermag der Herr Zeuge uns darüber etwas zu erzählen?

Darauf kann ich keine Antwort geben, mit mir hat sich weder ein General noch ein Offizier des Stabes darüber unterhalten.

Was sagte das deutsche Volk...?

Dazu kann ich eher Stellung nehmen.

Bitte, tun Sie das.

Manche sagten: ‚Pfui Teufel, andere: ‚Bravo...!

Riefen mehr ‚bravo oder sagten mehr ‚pfui?