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„Kam es zu irgendwelchen Zwischenfällen?“ „Damit hatten wir nichts zu tun. Das war eine Angelegenheit der SS und der Gestapo .“
„Hat der Zeuge gesehen, wie polnische Zivilisten von den SS - oder Gestapoformationen mißhandelt oder gar umgebracht wurden?“
Der Zeuge— sichtlich nervös— suchte einer Antwort auszuweichen. „Warum beantworten Sie meine Frage nicht“, fragte mahnend der Präsident.
„Ich weiß nicht, ob ich diese Frage beantworten soll, denn ich möchte doch keine Aussagen machen, die einem Verrat an meinem Vaterland gleichkämen.“
„Das ist brav gedacht, Herr Zeuge. Nur keine Angst, wir werden Sie nicht in Verlegenheit bringen.“
‚Ich habe schreckliche Morde gesehen, aber ändern konnten ich, oder einer meiner Kameraden das nicht, wenn man keine Gefahr laufen wollte, den eigenen Kopf zu verlieren.— Da war zum Beispiel ein Unteroffizier August Schnabel aus Elberfeld , der eines Tages mit angesehen hatte, wie die Gestapo einen Polen auf der Straße in Warschau erschoß, weil dieser einem anderen Polen , den sie als Gefangenen mit sich führten, Zigaretten zuwarf. Zornig darüber, sagte Schnabel zu einem Feldwebel: ‚Was sich die Gestapo erlaubt, rächt sich noch! Gegen Privatpersonen führen wir doch keinen Krieg, daß wir sie sofort niederschießen, wenn sie uns zu Gesicht kommen...‘ Eine Stunde später war er gestorben. Er hatte sich aus dem vierten Stock der Kaserne gestürzt.“
„Glaubten Sie, Herr Zeuge, an den Sturz?“
„Nein. Es war ein ‚Gestaposprung‘...“
„Warum wurde dagegen nichts unternommen?“
„Bei wem?“
„Bei Ihrem Kompagniechef“, sagte der Präsident.
Lachend erwiderte der Zeuge:
„Einer traute ja dem anderen nicht einmal soweit, wie er ihn sehen konnte.“
„Kam es niemals vor, daß sich Soldaten politisch unterhielten?“
„Manchmal ja, aber dann wurde meistens nur gelogen.“
„Wie ist das zu verstehen: ‚nur gelogen‘?“ wollte der Präsident wissen.
„Jeder hielt jeden für einen Spitzel. In allen Kompagnien gab es solche. Meistens waren es die, welche die schönsten Druckposten be- saßen. Solche Kerle hatten von den Nationalsozialistischen Frauen- schaften sogar Mädels zur Verfügung, die eigens für Spitzeldienste ge-
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