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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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Hatten Sie, d. h. Ihre Truppe, Befehl gegen die Zivilbevölkerung vor- zugehen?

Nur, wenn sich diese feindlich gegen uns benehmen sollte.

Sonst nicht? fragte einer der Schiedsrichter.

Nein, gab der Zeuge zur Antwort.

Abermals mischte sich der Vertreter der Anklage ein:

Ist zwischen den deutschen Soldaten und der Zivilbevölkerung nie etwas vorgefallen? Sind keine Privatpersonen umgebracht worden? Kam es nicht ein einziges Mal vor, daß Frauen vergewaltigt und un- schuldige Kinder mißhandelt wurden? Allein wieviel Juden Afrikas hat man, um in der Nazisprache zu sprechen, ‚umgelegt? Wieviele Häuser geplündert?

Meines Wissens ist etwas derartiges in unserer Abteilung nie vor- gekommen... und von Frauenvergewaltigungen habe ich nichts gehört. Das war gar nicht nötig. Gewiß, Juden kamen zu Tode, aber nicht durch uns. Das Handwerk des Mordes vollzog, zum Ekel der regulären deut- schen Armee, die Gestapo und SS .

Sind Sie, Herr Zeuge, jemals aktives Mitglied der Hitlerbewegung gewesen?

Jawohl, ich gehörte der Hitlerjugend an; denn, ohne ihr beizutreten, wäre ich unmöglich in ein deutsches Seminar aufgenommen worden, obgleich mehr als achtzig Prozent der Lehrerschaft wenigstens der unsrigen im Antinazilager standen.

Wollen Sie damit behaupten, daß Sie keine Sympathie für die Partei empfanden? fragte der Präsident, der gleichzeitig damit dem Vertre- ter der Anklage das Wort entzog.

Ein überzeugter Nazi war ich nie. Mir gefiel die Uniform. Ich hatte Spaß am Sportleben in der Hitlerjugend . Sogar die Disziplin machte mir Vergnügen, und die Mädels von den BDM -Organisationen und anderen sah ich erst recht gern. Mit Politik habe ich mich nicht befaßt. Dazu hatten wir Jungen viel zu viel andere Sachen im Kopf...

Der Kriegsgefangene Adam Schröder kam zur Vernehmung.

Kaum war die Aufnahme seiner Personalien zu Ende gegangen, da bildete sich Schaum vor seinem Mund, und er fiel zu Boden. Er war ein Epileptiker, die im allgemeinen in keiner Armee Aufnahme finden. Der hinzugerufene Arzt erklärte ihn für krank und veranlaßte seine Überführung in ein Hospital. Das Gericht beschloß, auf weitere Aus- sagen dieses Zeugen zu verzichten.

Der dritte deutsche Gefangene mußte nun aussagen:

Ihren Namen, bitte?

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