,, Eines Tages ergab es sich, daß ich beruflich in der Nähe des Ghettos zu tun hatte. Ich war schon im Begriff, meinen Heimweg anzutreten, als ich plötzlich, durch Gewehrfeuer und Hilferufe erschrocken, aufhorchte. Ehe ich mich versah, war ich von Hitler- SS umringt. Zu meinem Erstaunen kam mein eigener Chauffeur ein Pole der mehr als zehn Jahre in meinen Diensten stand, in polnischer Naziuniform auf mich zu. Er faßte mich am Rockkragen und stellte mich den anderen zum Gaudi vor:
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, Das ist Dr. Sadorowski, ein gläubiger Katholik, der alle jüdischen Mädchen Warschaus wegen Herzkrankheiten, behandelt. Ein Rasseverleugner, wie er im Buche steht! Gelt, Sie Judenfreund, jetzt bleibt Ihnen die Spucke weg, daß ich so unverhofft vor Ihnen auftauche und obendrein noch als Nazi.'
Einer der SS - Offiziere fragte mich:
, Sind Sie Jude oder jüdischer Abstammung?"
,, Beides nicht", gab ich zur Antwort ,,, ich bin ein Christ!' ,, Halten Sie gefälligst Ihre polnische Schnauze!' schrie er mich an, , soviel habe ich Sie gar nicht gefragt. Wozu treiben Sie sich in dem Judenviertel umher?'
Auf meine Erwiderung, daß ich Krankenbesuche mache, bekam ich mit der Reitpeitsche eine links und rechts ins Gesicht geschlagen. Dann gingen die deutschen und polnischen Nazis, mich mit sich führend, zum Ghetto. Wenn ich bitten darf, erspare man mir, die dort erlebte Tragödie zu erzählen. Ich hatte seinerzeit viele Monate keinen Schlaf gefunden und befürchte, daß sich das wiederholt. Ändern können meine Aussagen heute auch nichts mehr daran."
,, Herr Doktor, etwas möchten wir aber doch hören, denn letzten Endes sind Sie ohne jeden Zwang hier erschienen, nicht wahr?"
,, Das gebe ich zu, Herr Präsident, aber als ich meine Zeugenbereitschaft erklärte, da war ich von dem Gedanken durchdrungen, daß ich mich nach meinen Aussagen erleichtert fühlen würde. Ich sehe ein, daß ich mich irrte, denn ich bin jetzt so aufgeregt, wie zuvor!..."
,, Herr Zeuge, Ihre Aufregung verstehe ich voll und ganz, jedoch, wenn Sie sich etwas zusammenreißen und Ihre Erklärungen fortsetzen könnten ich glaube zuletzt würde es Ihnen und dem Schiedsgericht dienlich sein..."
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,, Ich sah Erwachsene und Kinder durch Flammenwerfer getötet - manche bis zur Unkenntlichkeit verkohlt. Alte Juden mit eingeschlagenen Schädeln, den Gebetriemen noch um Kopf und Hand, stehen mir noch vor Augen. Ich fand junge Mädchen erdolcht in ihren Zimmern
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