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Jetzt kam G. Starlou aus Brüssel an die Reihe.
Nachdem er den Eid geleistet hatte, gab er seine Personalien zu Protokoll und erzählte:
,, Ich sah Hitlers SS eine große Anzahl belgischer Bürger durch die Straßen von Brüssel treiben. Wer nicht mitkam, das heißt, wer nicht sich wider schnell genug laufen konnte denn es ging alles im Laufschritt- hatte zu gewärtigen, erschossen zu werden. Ich selbst sah elf solcher Getöteten in den Straßen liegen."
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,, Sind Sie, Herr Zeuge, sicher, daß nur das langsame Tempo der Grund ihrer Erschießung gewesen ist?"
,, Das weiß ich genau, denn ein Vetter von mir war ja selbst bei dem Nazikommando."
,, Ein Vetter von Ihnen? Sind Sie Deutscher ?"
,, Nein, das nicht, aber die deutsche SS wurde von den belgischen Nazis unterstützt."
,, Mit anderen Worten meint der Herr Zeuge, daß Untertanen des requirieren. Königs von Belgien der deutschen SS und Gestapo halfen, die Verbrechen zu begehen?"
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,, So war es leider, Herr Schiedsgerichtspräsident."
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, Was haben Sie, Herr Zeuge, noch gesehen?" ,, Persönlich nichts mehr, aber umso mehr gehört."
,, Was Sie vom Hörensagen wissen, interessiert uns jetzt nicht." ,, Wie ich bereits sagte, mit eigenen Augen habe ich weiter nichts mehr gesehen. Ich mußte vor meinem eigenen Vetter die Flucht ergreifen, der mir nach dem Leben trachtete, weil ich ihm gesagt hatte, daß er ein notorischer Lump sei... Und jahrelang verbarg ich mich in einem Kloster."
,, Was wurde denn aus dem, Ehrenmann', Ihrem Vetter, Herr Zeuge?" ,, Als die Deutschen aus Belgien abmarschierten, erhängte er sich." Als vierter kam Dr. Sadorowski aus Warschau zur Vernehmung. Nach Aufnahme seiner Personalien fragte ihn der Schiedsgerichtspräsident:
,, Wissen Sie, Herr Zeuge, etwas davon zu berichten, was sich während der Besetzung in Ihrer Heimat zugetragen hat, soweit Sie es mit Ihren eigenen Augen gesehen haben?"
,, Das kann ich mit Worten gar nicht wiedergeben."
,, Wieso nicht?"
,, Es war alles so schrecklich, daß sich mein Erinnerungsvermögen sträubt, mir zu Hilfe zu kommen."
,, Bitte erzählen Sie, so gut Sie können...".
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