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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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Mit dem Wechsel der Generaticnen gerät vieles in Vergessenheit und mit ihr ist die Gleichgültigkeit groß geworden. Daher mag es kommen, daß sich die Juden so seẞhaft und verwurzelt fühlten und immer mehr die Gewohnheiten und die Charaktereigenschaften der Völker, in deren Gebiet sie seẞhaft wurden, annahmen, so daß man von typischeng­lischen, russischen, französischen, deutschen usw. Juden spricht.

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Wenn nun ein Volk wie das deutsche siebenundsechzig Millionen Menschen zählt, unter denen sich durch Veranlagung, Hitlereinfluß und andere Ursachen, einige Millionen Verbrecher befinden mögen, kann man deshalb das ganze deutsche Volk verantwortlich machen? Dies hicẞe ja, nur das Rezept der teuflischen Antisemiten befolgen, die, wenn ein einziger Jude sich irgendetwas zuschulden kommen läßt, sofort alle Juden dafür haftbar machen. Mitleid sollte man mit dem deutschen uden in de Volke haben, weil es von Räubern in Naziuniform gezwungen wurde, Order zu parieren oder sich der Gefahr auszusetzen, die für so viele Not, Furcht, Verzweiflung und Tod bedeutete...

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Manche höre ich jetzt sagen:, Alles schön und gut, aber haben die Deutschen mit uns Mitgefühl gehabt, als die Nazibestien so furchtbar unter uns hausten?' Was würde mein seliger Vater gesagt haben, wenn er noch lebte...? Isaak, sobald der Mensch in einer sehr großen Not ist und selber genug mit sich und seiner traurigen Lage zu tun hat, denkt er im allgemeinen nur an das, was ihn persönlich bedrückt. Zum Mitleidhaben steht ihm gar nicht der Kopf. Gewiß tun ihm die Betroffe­nen leid. Aber das dauernde Unterdruckgehaltensein, sowie die ewige Angst vor der Gestapo , auch die Idee, daß er oder ein anderer seiner Familie, doch mal etwas über die Nazis gesagt haben könnten, stumpfte ihn gegen jede Anteilnahme ab. Ungewollte Charakterschwäche leistete der Gleichgültigkeit Vorschub!

Mit der Zeit gelangte er zu der Überzeugung, daß er selbst daran nichts ändern könnte, und man alles nehmen mußte, wie's kam... Nur ein Held, der den Tod nicht fürchtete, konnte sich trauen, seinen Mund aufzutun und gegen die Nazis sprechen... Die meisten Menschen sind aber keine Helden... Hättest Du, mein Sohn Isaak, an ihrer Stelle durch öffentliches Auftreten Deinen Unwillen zum Ausdruck gebracht? Gehe mit Dir selbst ins Gespräch, und Du findest die Antwort. Ich weiß, daß zwischen bloßem Reden und der Tat ein himmelweiter Unterschied ist. Vielleicht hättest Du Deinen Kopf riskiert, vielleicht... Aber dann wärst Du einer jener Helden gewesen, an denen die Welt keinen Über­fluß hat... Wahrscheinlicher ist, daß auch Du nur im geheimen Deine 155