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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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berichten soll. Das geschieht mit der ausdrücklichen Genehmigung des jeweiligen Zonenhauptquartiers. Alle Zeugen werden nach Genf geflogen.

Achtens: Herr Dr. Zimmerli soll die Anklageschrift vorbereiten, falls bis morgen Abend Herr Dr. Kreuschke nicht telegraphisch zuge­sagt hat.

Neuntens: Als erster Gerichtstag ist der kommende Freitag vorge­sehen und der Beginn der Prozeßverhandlung auf zwei Uhr nach­mittags anberaumt.

Damit, meine lieben Freunde, bin ich am Ende der Programmver­lesung angelangt."

Wieder ertönte die Glocke des Ligapräsidenten.

,, Liebe Freunde, wer von Ihnen der Ansicht ist, irgendetwas gegen das von Herrn Professor de Virgell Vorgetragene sagen zu müssen, mag sich melden. Wenn das nicht geschieht, so muß ich annehmen, daß das Programm Ihren Beifall findet."

-

Keiner widersprach und somit war die Genehmigung einstimmig gut­geheißen. Jetzt stellte der Lord an alle gewählten Herren die Frage- mit Ausnahme von Dr. Kreuschke, der abwesend war ob sie die Wahl annähmen und bat diejenigen, die die Wahl nicht annehmen woll­der Rechts ten, sich von ihren Plätzen zu erheben.

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Niemand, außer Professor Löwenstein, erhob sich, worauf Lord Roberts reagierte:

,, Herr Professor Löwenstein, Sie haben die Wahl als Verteidiger des deutschen Volkes abgelehnt. Das ist Ihr gutes Recht. Aber würden Sie die Güte haben, der Versammlung Ihre Gründe bekannt zu geben? Ge­wiß, eine Pflicht dazu besteht Ihrerseits nicht..."

,, Ich sehe keinen Grund, die Frage Eurer Lordschaft unbeantwortet zu lassen", erwiderte Professor Löwenstein und erklärte: ,, Durch mein Aufstehen habe ich noch lange nicht sagen wollen, daß ich mich weigere, die Verteidigung zu übernehmen. Ich bitte Sie lediglich, mir vierund­zwanzig Stunden Zeit zu lassen, damit ich mir die Angelegenheit über­legen kann...

Mit erhobener Stimme sprach er weiter:

,, Vergessen Sie bitte nicht, daß ich ein Jude bin, den man vor vier­zehn Jahren noch einen Deutschen nannte... Verweigert man mir die beantragte Bedenkzeit, dann bitte ich Sie, die auf mich entfallene Wahl, die mich ebenso sprachlos macht wie sie mich ehrt, als abgelehnt zu be­trachten. Stimmt man aber zu, so verspreche ich, bis spätestens morgen

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