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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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Liebe Freunde, nunmehr beehre ich mich, das vom Siebzehner- Haupt­ausschuß aufgestellte Programm zu verlesen und bitte um Ihre werte Aufmerksamkeit:

Erstens: Das Thema der Tagung lautet: Deutsche Kollektivschuld­frage'.

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Zweitens: Folgende Herren werden als Schiedsrichter gewählt: a Herr E. O. Lallement, Professor der Rechtswissenschaft, Paris , als Präsident des Schiedsgerichtes.

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Herr Dr. iur. Erwin L. Bögeli, Rechtsanwalt, Bern .

C Herr Dr. iur. Ralph O. Seerat, Rechtsanwalt, Amsterdam . Herr Dr. iur. Stanislas Kalinka, Rechtsanwalt, Warschau .

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Herr Dr. iur. Michael W. Immich, Bundesrichter a. D., Wien . Herr Fo Jamara, Professor des Internationalen Rechts, Peking . Herr Peter O. Walch, Stadtrichter a. D., Chicago .

Herr John J. Bleygoot, Lordrichter, London .

Herr Ivan Sarowski, Professor der Rechtswissenschaft, Moskau .

Herr R. P. Hachra, Professor der Rechtswissenschaft, Prag . Herr Umberto T. Kragitha, Professor der Rechtswissenschaft, Mexico City .

Drittens: Herrn Isaak Jehuda Loewenstein, Professor der Rechts­wissenschaft, Jerusalem , ist die Verteidigung des angeklagten deut­schen Volkes übertragen worden.

Viertens: Mit der Übernahme des Anklageamtes wurde Herr Staats­anwalt Dr. E. K. Kreuschke aus Warschau betraut, der zur Zeit bei den alliierten Gerichten in Nürnberg tätig ist.

Fünftens: Herr Dr. iur. Eduard Zimmerli, Rechtsanwalt, Basel , wurde als Anklagestellvertreter gewählt.

Sechstens: Das deutsche Volk ist als angeklagte Partei vorgeladen. In diesem Falle gelten die vier Herren aus Marburg symbolisch als das angeklagte Volk. Sie erhalten die Namen: Angeklagter Eins, Zwei, Drei und Vier. Die Regelung bleibt Ihnen überlassen. Siebtens: Als Zeugen sind Leute aus Ländern vorgesehen, die von Hitler mit Krieg überzogen wurden. Ihre Zahl dürfte sich auf zwei­undachtzig belaufen. Ferner sind deutsche Kriegsgefangene aus den Lägern London , Paris und Moskau zu erwarten. Weiter rechnen wir mit dem Erscheinen deutscher Zivilisten, soweit sie jetzt im Auslande leben, oder die Erlaubnis erhalten, das Reich zu verlassen. Wir haben bereits eine Unterkommission nach Deutschland entsandt, die an Ort und Stelle ihre Eindrücke sammeln und dem Schiedsgericht darüber

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