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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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,, Frau, mir ist es, als käme von den Bergen jenseits des Sees das Ge­fühl der Erleichterung über mich, mit einem meiner Seele wohlge­meinten, befehlenden Zuruf:, Karl Weber, Karl Weber, es ist an der Zeit, daß Du Deine Nervosität abstreifst, deren Gefangener Du schon vierzehn Jahre lang bist."

,, Ja, mein Lieber, mir ergeht es fast genau so. Sicherlich kommt das alles durch die Naturpracht, die uns beide so beeindruckt. Seit Jahr und Tag fühle ich mich nicht so ausgeglichen, ich meine so entspannt..."

,, Seitdem der Tyrann Adolf Hitler zu existieren aufgehört hat, ist der Druck von mir gewichen... Aber so frei wie ich mir jetzt vorkomme, war ich wirklich schon sehr lange nicht..."

,, Karl, kann es sein, daß der Gedanke, mal wieder unbehindert im Aus­lande weilen zu können, zu unserer Gefühlsstimmung beiträgt?" ,, Natürlich spielt das eine Rolle."

,, Wir müssen Gott dafür danken, der alles so lenkte. Karl, daran lasse uns stets denken!"

Weil sie den herrlichen Blick auf den See noch genießen wollten, beschlossen sie, das Frühstück auf ihr Zimmer zu bestellen. ,, Denkst Du, daß es jetzt noch zu früh ist, die anderen Marburger im Hotel Schweizerhof anzurufen?"

,, Versuch's doch, Karl; da steht ja der Apparat."

Die Telephonistin des Schweizerhofs antwortete, daß vor elf Uhr dreißig die Herrschaften keinesfalls zu sprechen wären, wie dieselben ausdrücklich bei ihrer späten Ankunft angeordnet hätten.

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Norgams waren schon in der Hotelhalle, als Webers dort ankamen. Auch sie waren begeistert...

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,, So, jetzt haben wir noch eine knappe Stunde Zeit." ,, Karl, was meinst Du damit?" fragte Edgar.

,, Um elf Uhr dreißig muß ich die anderen Marburger im Hotel Schwei­zerhof anrufen oder aufsuchen. Wir haben noch vieles zu besprechen. Wahrscheinlich müssen wir vier der Marburger- Kommission auch den Ligapräsidenten Lord Roberts besuchen."

,, Wohnt er nicht ständig in England?"

,, Soweit ich informiert bin, hat er auch eine Villa hier, die ganz wun­dervoll am Genfersee gelegen sein soll."

Etwas später bemerkte Frau Weber:

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,, Mein lieber Freund und Gemahl, jetzt wird es aber langsam Zeit, daß Du Dich auf den Weg machst. Sieh mal auf die Uhr." ,, Wiẞt Ihr was? Ihr vier begleitet mich; wir gehen dann noch am

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See entlang spazieren..."

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Basel .