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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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Das war zur Zeit", schaltete er ein ,,, als die Verhaftung Professor Seligmanns soviel Staub aufwirbelte und Sie im Konzentrationslager schmachteten. Die Nazis fanden anläßlich einer Haussuchung die Werke von Karl Marx bei ihm, worauf sie ihn erst einmal furchtbar verprü­gelten. Dann hängten sie ihrem Opfer einen Zettel mit der Aufschrift Ich bin ein marxistisches Judenschwein' um den Hals und schleiften den Armen, der nur gerade die notdürftigste Unterkleidung trug, zum Gaudi und Hohngelächter des Mobs, durch die Straßen zur, Sammel­stelle. Acht Tage später kam die Todesnachricht... Den Sarg durfte niemand öffnen... Aber derartiges muß ich Ihnen nicht erzählen. Sie selbst haben genug erlebt...

Ich ging in den Keller, sah aber bald ein, daß ich allein nichts aus­richten konnte. Die Bücher waren zu tief unter den Kohlen vergraben. Mehr als einmal guckte ich mich unwillkürlich um, ob kein SS -, SA­oder Gestapomann irgendwo stand und mich beobachtete... Dabei schreiben wir doch das Jahr 1947..."

,, Mein lieber Herr Dekan, so leicht geht die Hitlerzeit nicht aus den Knochen; ich weiß Bescheid, verlassen Sie sich darauf", bemerkte Pro­fessor Weber verständnisvoll.

,, Ja, ja, da haben Sie wirklich recht, Herr Professor. Ich bestellte drei Arbeiter, um die Kohlen wegschaufeln zu lassen... Nach geraumer Zeit fanden sie die Blechdosen mit den verborgenen Schriften, unter ihnen auch die Ligastatuten. Die Arbeiter schüttelten die Köpfe... Aber ich n überzeuge hatte, was ich brauchte.- Hier sind die Statuten, Herr Professor. Wol­len wir sie gemeinsam prüfen?"

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Es war zu spät geworden. Der Professor mußte aufbrechen, um eine Verabredung einzuhalten. Daher vereinbarten sie, zu einer weiteren Besprechung am nächsten Tag um elf Uhr wieder zusammenzukommen.

,, Sie haben doch Ihre eigenen Ligastatuten, Herr Professor. Studieren Sie die, und lassen Sie mir meine hier, damit ich sie heute Abend noch einmal durchlesen und wichtige Punkte ankreuzen kann."

Der Rechtsgelehrte, der in Hut und Mantel zum Abschied bereit stand, erklärte dem Dekan, daß, während er im Konzentrationslager gewe­sen war, die Gestapo seine gesamte Bibliothek beschlagnahmt und fortgeschafft habe. Sogar die Bücher des Sohnes hätten sie mitgenom­men, so daß dieser, selbst als Offizier der Luftwaffe, Last hatte, sein Eigentum zurückzuerhalten.

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