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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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,, Zeugin Katharina Kohl", rief der Verteidiger ,,, es geht um den Kopf Ihres Bräutigams, beachten Sie meine Frage: Haben Sie gesehen, wie Heinrich Gercke den Dolchstoẞ vollzog- ja oder nein?"

,, Ich soll doch nur das berichten, was ich noch weiß, und da möchte ich sagen, es kann gar kein anderer gewesen sein."

,, Ich verzichte auf Ihre Schlußfolgerungen. Antworten Sie auf meine Frage klipp und klar- ja oder nein?"

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,, Der Staatsanwalt unterbrach: ,, Aber sieht denn der Herr Verteidi­ger nicht ein, wie schwer es der Zeugin wird, gegen ihren Verlobten aufzutreten... Es ist ja begreiflich; sie wehrt sich, die nackte Tatsache zu gestehen:, Mein Verlobter... ist der Mörder"." Die Aussage Katharina Kohls war beendet. Nachmittags wurden die beiden anderen Zeugen vernommen, die aber aus eigener Wahrnehmung nichts aussagen konnten, das zur Sache gehörte sondern nur wiederholten, was andere Leute ihnen zugetra­gen hatten.

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Da zu diesem Zeitpunkt der Verhandlungen weder der Vertreter der Anklage noch die Verteidigung weitere Fragen zu stellen hatten, ergriff ersterer das Wort. Mit unerbittlicher Schärfe sprach er etwa drei Stun­den lang. Als er um sieben Uhr abends noch nicht zu Ende gekommen war, vertagte der Vorsitzende die Sitzung auf den nächsten Morgen. Dr. Rumpf und Professor Weber fuhren mit dem Abendzug nach Marburg . Um ungestörter zu sein, nahmen sie Fahrkarten erster Klasse. Unterwegs überlegten sie ihre Verhandlungstaktik. Dr. Rumpf ver­sprach, am nächsten Tag-gegen vier Uhr nachmittags wieder in X- Burg zu sein. Er hatte vorher noch eine wichtige Aufgabe zu erledi­gen, deren Problem die beiden Herren gemeinsam während ihrer Rück­fahrt von X- Burg nach Marburg besprachen...

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Tags darauf setzte der Staatsanwalt seine Rede in derselben schar- Zusammens fen Tonart fort. Den ganzen Vormittag hindurch sprach er. Zuletzt beantragte er die Todesstrafe.- ,, Das Gesetz verlangt Sühne Bestien wie diese müssen hingerichtet werden... Tod für den Mörder - durch den Strang."

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Der Vorsitzende wandte sich an den Angeklagten:, Haben Sie ver­standen, was der Herr Vertreter der Anklage beantragte? Bekennen Sie sich schuldig?"

,, Ich glaube."

,, Warum glauben Sie es- wissen Sie es denn nicht?" ,, Nein."

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