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Ein Jude spricht für Deutschland / Schelomo Bar Eljokum
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,, Friede auf Erden sagst Du- bei den heutigen Menschen? Daß ich nicht laut lache! Bis jetzt haben sie sich in ihrem Drang nach Frieden kaum geändert. Im Gegenteil. Zuerst nahmen sie Steine, die sie sich gegenseitig an die Köpfe warfen. Dann erfanden sie die Keule, um damit einer den anderen tot zu schlagen, später kam die Lanze an die Reihe, als Schutz dagegen der Panzer... Eines Tages verwandten sie Pulver und Blei. Zu ihrer Sicherheit bauten sie Festungen, in die sie sich not­falls verkriechen konnten. Allmählich kam das Flugzeug zur Geltung; um sich zu schützen, rannten sie in die Luftschutzkeller; zuletzt be­scherten sie der Welt die Atombombe, gegen die es fast keinen Schutz gibt. Jetzt werden sie noch die Strahlenkraft benutzen, dann noch andere nette Erfindungen machen, die zur Beschleunigung der Reise vom Dies­seits zum Jenseits bei ragen werden. Und eines schönen Tages er­finden Deine friedfertigen Menschen etwas, wogegen sie kein Mittel mehr auszuprobieren brauchen, weil der Planet wie ich Dir neulich schon sagte aufgehört hat zu existieren, mit allem, was da kreucht und fleucht... so daß der letzte Sieger, seine Tat verfluchend mit untergeht..."

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Frau Weber wehrte entsetzt ab: ,, Laẞ' uns von etwas anderem spre­chen, Karl..."

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,, Frau ich habe meine Pensionierung beantragt, daß heißt, ich habe mich entschlossen, es heute noch schriftlich zu tun. Mündlich ist es be­reits geschehen. Der Dekan hat mir zwei Monate Urlaub bei sofortigem Antritt zugebilligt. Mehr konnte er im Rahmen seiner Vollmachten nicht tun. Ich hoffe jedoch, daß innerhalb dieser Frist alle die Pensionsfrage betreffenden Formalitäten geregelt sein werden."

Frau Weber saß, als wäre sie vom Schlage getroffen, starr im Sessel.. Nach längerem Schweigen fragte sie halblaut:

,, Um Gottes Willen, Mann, warum hast Du das getan? Und ohne es vorher mit mir zu besprechen! In all den Jahren unserer Ehe hast Du Dir nicht einmal ein Paar Schuhe gekauft ohne mich, und ich keinen Hut, ohne Dich um Deine Ansicht zu fragen... Und bei einem so entschei­denden Schritt... Karl, was ist in Dich gefahren? Wovon werden wir leben? Du weißt doch ganz genau, daß wir mit Deinem jetzigen Gehalt kaum auskommen können... Hast Du Dir auch nur für einen Augenblick überlegt, daß die Dir zustehende Pension keine siebzig Prozent Deines heutigen Einkommens beträgt?"

Professor Weber ging nervös auf und ab. Seine Stimme verriet Un­geduld und Verdruß, als er fragte:

,, Bist Du nun fertig mit Deinem Gejammer, Erna?"

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